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Old Pulteney 12y

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Geschichte

Die Old Pulteney Distillerie befindet sich in Wick, einem kleinem Städtchen ganz im Nordosten Schottlands, nahe von John o’ Groat’s, einem bekannten Touristenziel. Old Pulteney ist die nördlichste Destillerie auf dem schottischen Festland.

Wicks Einwohnerzahl beträgt etwas über 7000 (2004) und die Geschichte von Wick lässt sich bis zur norwegischen Herrschaftzeit zurückverfolgen. Im Jahr 1266 ging Wick in den Besitz Schottlands über. Der Name “Wick” rührt wahrscheinlich vom norwegischen Wort für Bucht (vik) her und wie man aufgrund des Namens vermuten kann, liegt Wick am Meer und war einst ein wichtiger Umschlagsplatz für die Heringsfischerei im 19. Jahrhundert.  Den Höhepunkt der Heringsfischerei wurde Anfangs des 20. Jahrhundert erreicht, als über tausend Fangschiffe jeweils von Wick ausliefen.

Viel Arbeit, bedeutete auch viele durstige Arbeiter, die bis zu 3000 Liter Whisky pro Woche konsumierten.
So errichtete James Henderson 1826 die Destilliere in Pulteneytown, was damals eigenständig war und erst 1902 in Wick eingegliedert wurde.
Als die Destillerie gebaut wurde, war die Destillerie nur schwer über den Landweg erreichbar, deshalb wurde sowohl das Getreide als auch das Endprodukt, der Whisky, jeweils per Schiff transportiert.

Gemäss zeitgenössen Quellen zufolge, war der ursprüngliche Old Pulteney ein wahres Torfmonster. Mangels alternative Brennstoffe wurden z.b. selbst die Brennblasen mit Torf befeuert.

Die florierende Wirtschaft, welche primär auf dem Heringfang aufbaute, erlebte im 20. Jahrhundert zwei grosse Rückschläge. Erstens wurden im ersten Weltkrieg die Fangschiffe von der Marine beschlagnahmt und zweitens spürte auch Wick den Rückgang der Heringsfischerei und so macht die Heringsfischerei heute nur noch einen kleinen Teil von Wicks Wirtschaft aus.
1922 wurde wie an vielen Orten der Welt der Verkauf von Alkohol verboten, 1930 musste die Destillerie schliessen und das Verbot bestand noch bis Anfangs des zweiten Weltkriegs 1939.
Erst 1947 wurde die Produktion unter einem neuen Besitzer wieder aufgenommen und bereits 1959 übernahm Hiram Walker, heute Allied-Domecq, die Destilliere. Hiram Walker steigerte die Produktion und Old Pulteney wurde primär für Blends verwendet. Doch irgendwann stagnierte der Markt für Blends und 1997 erlebte Old Pulteney nach einer schwierigen Zeit eine Renessaince: Inver House übernahm die Destillerie und begann den Whisky als Single Malt zu vermarkten.

Der Whisky

Neben dem hier vorgestellten 12 jährigen Whisky, bietet Old Pulteney auch 17, 21 und 30 jährige Abfüllungen, sowie einen Whiskylikör, welcher auf der 12 jährigen Abfüllung basiert, an.

Gleich zu Beginn fällt einem die aussergewöhnliche Flasche auf, welche  am unteren Hals eine Ausbuchung besitzt.
Der  zwölfjährige Old Pulteney besitzt eine goldig-rötliche Farbe.

Tastingnotizen
Nase etwas Schokolade, Vanille, Eiche, leicht Salz
Gaumen Leder, Getreide, ölig, Blumen, Butterkekse, ganz, leicht pfeffrig, wieder Salz, etwas Bananen
Abgang Vanille, etwas kurz

Mir gefällt Old Pulteney ausgesprochen gut. Der, nur leicht vorhandene, Geruch nach Leder und Salz machen diesen Whisky zu einem sehr interessanten Vertreter schottischen Whiskys, der bei mir seinen festen Platz hat und zu meinen Lieblingen gehört.

Old Pulteney macht sich auch sehr gut in einem Padovani, im Verhältnis 4:1. Im Blood & Sand ergibt er ebenso eine sehr interessante Kombination. Insbesondere die Frucht/Banane kommen hier schön zur Geltung.

Padovani

4cl Old Pulteney
1cl St. Germain Elderflower Liqour

Blood & Sand

2cl Old Pulteney
2cl Carpano Antica Formula
2cl Boudier Guignolet de Djion
2cl Orangensaft

Weitere Impressionen aus Wick findet Ihr  im Schottland Bericht 5/8, die Destillerie haben wir dabei leider nicht besucht.

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Blamage für schottischen Whisky

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So oder ähnlich klang es heute in vielen Zeitungen bzw. deren Onlineportalen.
Doch worum geht es dabei überhaupt?

In Schottland wurde kürzlich ein Blindtasting mit 4 schottischen/englischen und einem taiwanesischen Whisky durchgeführt und wie der zugegebenermassen sehr reisserische Titel vermuten lässt, schnitt der taiwanesische Whisky mit dem Namen “Kavalan” am Besten ab.  Soweit, so gut, in meinen Augen ist das Ergebnis nämlich nur halb so wild wie von den meisten Medien kolportiert wird. Einige gingen sogar soweit, den Kavalan kurz zum besten Whisky zu küren.

Wer jetzt im Testfeld irgendwelche grosse Single Malts oder bekannte Blends vermutet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden (ich zumindest war es):

  • Langs Supreme 5y (Blend)
  • King Robert 3y (Blend)
  • St George’s English malt (Single Malt)
  • Bruichladdich 4x+3 3y (Single Malt*)
  • Kalavan 2y

* mit vierfacher Destillation (bis auf 90%), kein typischer Vertreter schottischer Whiskys.

Dieser Vergleich und das daraus von den Medien gezogene Fazit finde ich aufgrund mehrer Tatsachen etwas problematisch.

1. Single Malts/Blends

Man sollte sich schon fragen, ob es tatsächlich Sinn macht Blends und Single Malts in einer Verkostung zu vergleichen.
In meinen Augen tut es das nicht.  Erstens enthält ein Blend Whiskys aus verschiedenen Destillieren (plus evtl. Grain Whisky). Durch dieses Mischen sind Blends wohl auch etwas zugänglicher als Single Malts (als extreme Beispiele seien verschiedene Vertreter Islays genannt)

2. 3 Jahre sind nicht gleich 3 Jahre

Wie bereits die Times bemerkt (übrigens ein schöner Bericht) entspricht ein 3 jährige Whisky aus wärmeren Gefilden, wozu Taiwan sicherlich gehört keineswegs dem gleichaltrigen Pendant aus Schottland. In Schottland reift Whisky klimabedingt langsamer als in Taiwan. Das heisst der zweijährige Whisky aus Taiwan ist reifer als ein dreijähriger Whisky aus Schottland, was sich natürlich auch im Geschmack niederschlägt.

3. Das Testfeld

Die Medien haben sich grösstenteils nicht die Mühe gemacht, das ganze Tasting mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, ansonsten hätten sie wohl gemerkt, dass die getesteten schottischen Whiskies keineswegs Schottland repräsentieren. Vielmehr wurden ähnlich alte, bzw. in diesem Fall sehr junge, Whiskies verkostet. Hier von einer Blamage für schottische Whiskies zu sprechen, ist doch mehr als tendenziös und zeigt, dass man sich überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt und einfach eine toll klingende Schlagzeile übernommen hat.

4. Subjektivität

Genuss von Whisky ist immer höchst subjektiv. Für einige ist Torf die Offenbahrung, für andere ein Brechmittel. Einige mögen fruchtige Whiskies, andere nicht und so weiter.

Kurz, hier wurde ein eigentlich relativ unspektakuläres Tasting aufgebauscht, hauptsache es klingt toll.
Was nicht heissen soll, dass der taiwanesische Whisky schlecht ist (ich kenne ihn nicht), nur dass es eben nicht die gross herausposaunte Blamage für Schottland ist.

Zum Schluss noch der Bericht der taz http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/schottischer-whisky/ (da sich der Beitrag im Satireteil befindet, gehe ich davon aus, dass es sich auch um solche handelt)

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Schottlandreise 8/8

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So, der Schottlandbericht ist mit diesem Bericht zu Ende.

Ich weiss, dass ich anfangs die Vorstellung mehrerer Whiskys versprochen hatte, welche dann doch nicht vorgestellt wurde. Keine Bange, ich habe diese nur aus dem Schottlandbericht ausgekoppelt und werde sie einzeln vorstellen.

Schottland war definitiv eine Reise wert und es war bestimmt auch nicht der letzte Besuch. Schliesslich muss ich ja noch Islay und Skye besuchen ;)
Aber auch für Leute, welche sich nicht für Whisky begeistern können, bietet das Land allerlei interessantes. Angefangen bei der Geschichte, weiters zu den sehr freundlichen Leuten und natürlich der atemberaubenden und vielseitigen Landschaft.

Ich würde auf jeden Fall wieder mit Bed & Breakfast reisen, denn diese Art der Übernachtung bietet allerlei interessante Gespräche mit den Gastfamilien, sie ist preiswert und dennoch auf einem sehr angenehmen Niveau (Schmutz war überall ein Fremdwort).

Schottland ist sicherlich kein Land in dem man Geld sparen kann. Wäre das Pfund nicht so tief, müsste man es sogar als sehr teuer bezeichnen.

Wir sind primär aus Kostengründen mit Auto und Fähre gereist und ich bin nicht sicher, ob ich das wieder tun würde. Denn erstens verliert man damit wertvolle Tage und andererseits ist die Fähre auch nicht wirklich spannend. Geschweige denn die Fahrt nach Amsterdam.

Ich hoffe ihr hattet Spass mit dieser Berichtsreihe und schliesse den Bericht mit einigen Impressionen ab.

Landschaft

Wick

Dunnet Head U-Boot Station

Küste

See

Fluss

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Schottlandreise 7/8

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Nächste Station: Oban, wo sich auch die gleichnamige Destillerie mittem im Städtchen befindet und sogar ihr Wasser von der normalen Trinkwasserversorgung erhalten.

BurgBurg auf dem Weg nach Oban

Das Wetter in Oban spielte leider überhaupt nicht mit. Regen und Wind dominierten die Wetterlage.
Wir wussten zwar, dass Oban eine Destillerie besitzt und wir kannten auch den Whisky, doch wir waren einigermassen erstaunt, dass wir gleich an einer Strasse mittem im Zentrum von Oban auf die Destilliere treffen. Diese Gelegenheit konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gleich zu Beginn der Führung bekamen wir die ganze Schweinegrippe-Hysterie zu spüren, denn anders als bei Aberlour oder Benriach wurden hier sämtliche Getreideproben unter Verschluss gehalten und nur von weitem herumgezeigt. Naja.

Die Führung selbst war sehr theoretisch gehalten. Von der Destilliere sahen wir leider nicht viel. Zwar konnten wir die Pot-Stills sowie die Mashtuns von nahmen begutachten, mehr war aber nicht drin. Die Erklärungen des Guides waren sehr interessant und sehr technisch gehalten. Oder um es etwas zynischer zu formulieren: Ich hätte auch ein Buch über Oban lesen können. Wir konnten dann noch ein paar Tropfen [sic] direkt vom Bourbonfass, sowie den 14 Oban. Wenigstens gab es ein schönes Glas als Geschenk.

Das Städtchen Oban war dann sehr schön anzusehen und am Abend fanden wir dann ein schönes Pub (ich glaube wir waren die einzigen Touristen), in welchem wir einen whiskylastigen Abend verbrachten.

Am nächsten Tag ging es dann endgültig zurück Richtung Newcastle. Wir liessen die für Schottland typische Landschaft hinter uns und fuhren nach Stirling, welche doch sehr viel englischer wirkte als andere schottische Städte. Auch entstand bei mir der Eindruck, dass Stirling finanziell einiges besser gestellt ist als beispielsweise Wick (rein vom optischen).

Kirche in Stirling

In Stirling befindet sich auch das sogenannte William Wallace Monument ein Wahrzeichen und eine Art “Muesum”  zu Ehren des gleichnamigen schottischen Nationalhelden. Natürlich ist der Spass nicht kostenlos und die ganzen Informationen, welche man über Schottland und seinen Helden findet, sind eher Selbstbeweihräucherung. Dafür ist die Aussicht von der Spitze des Monuments grandios.

William Wallace MonumentWilliam Wallace Monument

Wer eine Reise nach Stirling plant, sollte unbedingt das Garfield House (B&B) in Betracht ziehen. Absolut geniale Unterkunft und dabei preislich sehr vernüftig (28 Pfund pro Person)

Das wars mit Schottland.
Am nächsten Tag verliessen wir Schottland und fuhren in Richtung Süden. Da wir noch sehr viel Zeit hatten, beschlossen wir, dass wir nicht einfach die Autobahn nehmen, sondern kleine Umwege, um noch ein paar Dinge auf dem Weg anzuschauen. Also fuhren wir an Edinbourgh vorbei Richtung Lockerbie. Von dort hielten wir uns östlich und konnten dabei sogar einen Blick auf den berühmten Hadrian-Wall werfen (bzw. wo er war und was noch vorhanden war).

Wasserfall

Landschaftlich ist das nördliche England doch anders als Schottland. Sanfte, grüne Hügel und weite Wiesen dominieren das Bild. Eine willkommene Abwechslung nach den kargen Highlands.
Unser Ziel war eigentlich Alnwick, eine mittelgrosse Stadt in Küstennähe. Die wenigen, und damit meine ich wirklich wenige, B&Bs waren alle bereits besetzt und so mussten wir uns wohl oder übel nach anderen Übernachtungsmöglichkeiten umsehen.
Schlussendlich führte uns unsere Reise in das beschauliche Warkworth, ein sehr schönes Dorf, welches direkt am Meer liegt und sehr interessante Burg besitzt.

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Schottlandreise 6/8

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Durness liegt an der Nordwestküste Schottlands und nachdem wir bereits die Ostküste gesehen hatten, ging es nun der Westküste entlang wieder in den Süden. Die Westküste ist, bedingt durch den Golfstrom klimatisch etwas milder, so wachsen zum Beispiel Palmen in einigen Gärten.

So fuhren wir also von von Durness los und das während der Fahrt gebotene war wirklich atemberaubend. Schroffe, karge Landschaften, welche unzählige Seen beherbergen. Alte Schlösser und natürlich viele Schafe ;)

Ardvreck Castle

Wasserfall

Leuchtturm Ullapool

Unsere Reise führte uns nach Ullapool, einer Hafenstadt an der Westküste und hier fanden wir das wohl beste Bed & Breakfast der gesamten Reise. Hier gab es nicht nur freundliche Gastfamilien (wie eigentlich überall), sondern auch selbst geräucherten Lachs zum Frühstück, hausgemachte Konfitüre. Nach all diesen schottischen Frühstücken, eine mehr als willkommene Abwechslung.
Der Name dieses B&B lautet Woodlands Inn. Es ist zu beachten, dass dieses B&B erst ab Juni geöffnet hat. Ullapool selbst ist nun deutlich touristischer als bisherige Dörfer. Viel zu erzählen gibt es darüber nicht, denn besonders schön ist das Dorf an und für sich nicht. Trotzdem entschieden wir uns hier zwei Tage zu bleiben, wovon wir einen zum gepflegten Nichtstun nutzen und das Auto keinen Zentimeter bewegten.

So schön Schottland auch war, langsam hing mir dieses Essen etwas zum Hals raus. Schade, dass Gemüse hier so stiefmütterlich behandelt wird.
Wie auch immer, eigentlich wollten wir einen Ausflug zu den Sister Island unternehmen, da man dort, wenn man Glück hat Robben sehen kann. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit und der Wind war zu stark, so dass der Ausflug buchstäblich ins Wasser fiel.

Nass

Nach zwei Tagen Ullapool ging es weiter Richtung Süden. Allerdings mit einem kleinen Umweg über Applecross einer kleinen Siedlung, die nur über sogenannte Single Road Tracks erreichbar war (damit hatten wir ja schon genug Erfahrung sammeln können).
Nach einer langen und tristen, verregnten Fahrt, erreichten wir Fort Williams, gemäss verschiedenen Quellen, ein sehr touristischer Ort. Fort Williams liegt sehr nahe am höchsten Berg Schottlands, dem Ben Nevis, und besitzt eine gleichnamige Destillerie. Nachdem wir eine Bleibe gefunden hatten, konnten wir uns davon überzeugen, dass Fort Williams mit Abstand der unschönste und langweiligste Ort unserer gesamten Reise war. Dafür, dass es hier anscheinend so touristisch sein sollte, war die Stadt erstaunlich ausgestorben, die Läden um 17:00 bereits alle geschlossen und die Bedienung im Pub hätte im Duden beim Wort “Desinteresse” als Beispiel genannt werden können.

Wie auch immer, wir fuhren am nächsten Tag noch kurz zum Fusse des Ben Nevis. Für eine Wanderung bei diesem Wetter waren wir leider nur ungenügend ausgesrüstet und so, ging es nach einigen Fotos, weiter Richtung Oban.

Vogel

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Schottlandreise 5/8

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Nachden beiden Destilleriebesichtigungen ging es nach Craigellaiche, um eine Bleibe zu suchen.
Warum Craigellaiche?
Weil da das Highlander Inn liegt, welches uns wärmstens empfohlen wurde. Von Craigellaiche selbst sahen wir nicht viel, aber auch hier findet man eine Destillerie, welche nach dem Dorf benannt ist. Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass es keinen Bankomat gibt ;)

Das Essen im Highlander war ok und die Whisky-Karte wirklich sehr umfangreich.

Nach diesen Tagen in der Speyside machten wir uns auf nach Wick, welches ganz im Nordosten Schottlands liegt. Als gute Touristen mussten wir natürlich einen Abstecher nach Loch Ness machen. Allerdings nur einen kleinen.

Unterwegs, hinauf an der Ostküste entlang bis nach Wick, trifft man auf zahlreiche Destillerien. Darunter auch Glenmorangie oder Dalmore. Wick selbst ist eine hübsche, kleine Hafenstadt, welche wie soviele anderen Dörfer/Städte eine eigene Destillerie besitzt: Old Pulteny, welche beim Bartenders-Lab bereits vorgestellt wurde. Wir besuchten die Destillerie leider nicht, da wir relativ spät am Nachmittag ankamen und am nächsten Tag relativ früh wieder abreisten.

Hafen von Wick

Meer Wick

Erwähnenswert ist in Wick das Pub “Alexander Bain”, ein eigentlich relativ unspektakuläres, wenn auch grosses Pub, wären da nicht die Preise und die Whiskyauswahl. Wer auf eine schöne Atmosphäre verzichten kann und für wenig Geld viel Whisky ausprobieren will, ist hier genau richtig.

Am nächsten Tag ging es weiter: Ziel irgendwas an der Nordküste. Doch zuerst besuchten wir den nördlichsten Punkt des schottischen Festlands, Dunnet Head. Der Aussichtspunkt wird von einer Leuchtturmanlage dominiert, welche direkt an die steile Klippe gebaut wurde. Leider schlug das Wetter ab diesem Tag um und Regen war von da an die vorherrschende Wetterlage.

Dunnet Head Leuchtturm

Nach Dunnet Head fuhren wir der gesamten Nordküste entlang, über Thurso, Bettyhill, vorbei an sehr mediterran anmutenden Ständen bis nach Tongue, wo wir uns eigentlich einquartieren wollten. Betonung auf “wollten”, den hier war, trotz Nebensaison, bereits alles besetzt. Also mussten wir wohl oder übel weiterfahren bis nach Durness. Hier eine bleiben finden, gestaltete sich allerdings nicht wirklich einfacher, deshalb mein Tipp: Unterkünfte an der Nordküste im Voraus buchen.

Strand

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Schottlandreise 1/8

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Inhaltsverzeichnis:

So, hier auf mija.ch gehts endlich weiter mit dem Blog.

Und zwar mit einem sieben teiligen Bericht über meine Schottlandrundreise. Neben der eigentlichen Reise werden auch drei Destillerien sowie drei Single Malts vorgestellt.

Teil 1: Tag 1 -3

Tag 1

Da wir mit unserem Auto reisten, dauerte die Reise auch etwas länger. Schliesslich mussten wir zuerst bis nach Amsterdam fahren, was ca. 900 km sind und dann per Fähre nach Newcastle upon Tyne. Dummerweise liegt Newcastle relativ südlich (und noch in England), somit mussten wir auch hier noch eine Kilometer abstottern, bis wir endlich Schottland erreichten.

Gestartet waren wir mitten in der Nacht vom Sonntag auf den Montag in der Hoffnung zumindest den gröbsten Berufsverkehr zu umgehen. Hat auch wunderbar geklappt, bis wir die holländische Grenze erreichten. Von da an, ca. 150km gings nur sehr schleppend voran und wir benötigten drei Stunden bis nach Amsterdam. Sehr nett, nach beinahe 24 Stunden ohne Schlaf, auch noch Stau.

Aber irgendwann war auch das vorbei und wir erreichten Amsterdam IJmuiden, wo unser Schiff, die “Princess of Norway” bereits auf uns wartete, leider aber noch nicht betret- oder befahrbar.

Princess of Norway

Also vertrieben wir uns die Zeit in einem nahegelegenen Restaurant. Sehr witzig der Blick der Kellnerin, als wir sehr bestimmt erklärt hatten, dass wir sicherlich kein Heineken wollten. Also empfahl sie uns ein dunkles Bier. Naja, schlussendlich war dieses dunkle Bier, einfach Heineken mit Farbstoff und massig Zucker.

Das Schiff selber war ganz unterhaltsam. Es gab ein Casino, ein Nachtclub etc. Die Bars auf dem Schiff sind eigentlich nicht der Rede wert und es ist jeweils empfehlenswert Whisky oder Bier zu ordern.
Ziemlich früh und totmüde fielen wir dann auch mal in die Betten bzw. die Bretter mit Matrazen drauf.

Irgendwann war dann auch diese Nacht zu Ende und wir erreichten Newcastle, und wie könnte es anders sein: Es hatte geregnet. Die Passkontrollen, sowohl in Amsterdam, als auch in Newcastle, verstehe ich bis heute nicht. Ich dachte Schengen/Dublin sei überall umgesetzt.

Tag 2

Unsere Reise führte uns der Küste nach, über Edinbourgh in das kleine Städtchen Crieff, wo wir unsere ersten Bed & Breakfast Erfahrung sammeln konnte. Verlangt in der Touristeninfo einfach nach den entsprechenden Katalogen und organisiert euren Aufenthalt selber, denn falls das Touristikbüro die Buchung übernimmt, kostet dies 4 Euros plus 10% des eigentlichen Preises. Nachdem wir unsere Unterkunft (30 Euros pro Person) bezogen hatten, mussten wir, als die guten Touristen, die wir waren, unbedingt noch den nächstgelegenen See besuchen und Fotos machen ;)

Von Crieff selbst sahen wir wenig. Am Abend zogen wir zwar etwas durch die Pubs und waren dabei angenehm überrascht von den Preisen. Das schwache Pfund merkt man deutlich oder um es anders zu formulieren: Hätte das Pfund noch seinen ursprünglichen Wert, wäre Schottland unverschämt teuer und das Preis/Leistungsverhältnis jenseits von Gut und Böse.

Bereits hier an unserem ersten Ort lernten wir die vielbesungene schottische Gastfreundschaft kennen. Einmal gestartet, wollte unser Gastvater gar nicht mehr aufhören mit guten Tipps und sonstigen Geschichten.

Auf der anderen Seite lernten wir allerdings auch die schottische Interpretation von Gastfreundschaft in der Gastronomie kennen. Die meisten Angestellten in Pubs waren im besten Fall desinteressiert und im schlimmsten Fall völlg angepisst. Dies war nicht nur in Crieff so, sondern in sehr vielen Pubs und zum Teil auch in Restaurants.

Tag 3

Am dritten Tag ging es dann endlich ins Single Malt Mekka, die Speyside. Unser Gastvater empfahl uns die Route über die sogenannten Cairngorms (wonach übrigens auch eine Brauerei benannt ist, die vorzügliches Ale herstellt), was wir natürlich taten und es nicht bereuten. Die Route war zwar länger als die Reguläre, aber die Landschaft hat uns dafür mehr als entschädigt. Sogar Skilifte gab es hier, auch wenn man als Schweizer etwas über die Grösse schmunzeln musste.

Am späteren Nachmittag kamen wir dann endlich an unserem Ziel Grantown-on-Spey an. Endlich in der Speyside ;)
Grantown ist ein typisches Südschottisches Städtchen, mit all seinem Charme. Unbedingt empfehlenswert ist das Restaurant im Garth Hotel. Abgesehen von einer schönen Single Malt Auswahl schmeckt auch das Essen vorzüglich, auch wenn man selbst hier Gemüse nur als lästige Beilage ansieht. Sprich, einfach ins Wasser geknallt; Fertig. Dafür schmeckt das Haggis (unser erstes) umso besser. Lasst euch nicht von den Zutaten abschrecken oder noch besser, informiert euch gar nicht was drin ist ;)

Das wars fürs erste.

Morgen werde ich euch zwei Destillieren vorstellen.

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Ab nach Schottland

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Ich verabschiede mich hiermit für zwei Wochen, da ich nach Schottland fahre :)
Natürlich werde ich nach diesen Ferien einige Dinge über Schottland/Whisky etc. schreiben.

Bis dahin: Viel Spass!

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