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neue Version der BarMix Software

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Viele von euch kennen sicherlich die freie Software “Barmix” von Mario Trefz. Barmix ist eine umfangreiche Software, welche zur Rezepte und Spirituosenverwaltung verwendet kann.

Eigentlich ist die Entwicklung von Barmix abgeschlossen, aber bisher war es nicht möglich, konkrete Produkte zu verrechnen, wenn man bei einem Rezept eine Spirituosenkategorie als Zutat verwendet. Als Beispiel soll der Negroni dienen, welcher Gin, roten Wermut und Campari beinhaltet. Die meisten von euch, werden in diesem Rezept keinen konkreten Gin angeben, sondern die Spirituosenkategorie “Gin”.  In diesem Fall wurde jeweils der Durchschnittspreis der Kategorie Gin zur Berechnung des Warenwerts verwendet.
Mit der Frage, ob es möglich sei, konkrete Produkte zu verrechnen, trat ich an Mario Trefz heran, der aufgrund meiner Frage eine neue Version von Barmix erstellte, in welcher man beim Hinzufügen eines Cocktails zu einer Rechnung wie beim abziehen vom Vorrat, ein konkretes Produkt verrechnen kann. Das heisst: ich kann beim Rezept z.b. Gin im Rezept angeben, aber beim Verrechnen ein konkretes Produkt wie z.b. Tanqueray verwenden.

Als kleines Schmankerl können neu auch andere Währungen als Euro für Rechnungen verwendet werden. Um von diesem Feature zu profitieren, muss die jeweilige Rechnung dafür präpariert werden (Rechnung auswählen -> Einstellungen)

Beträge von Rechnungspositionen werden normalerweise einmalig, bei ihrer Erstellung ermittelt. Dabei wird bei Mixgetränken mit abstrakten Zutaten wie z.B. Gin immer nach der konkret verwendeten Sorte gefragt, um deren individuellen Preis zu verrechnen.
Das Kontrollkästchen aktiviert die dynamische Berechnung aus den aktuellen Preisen des Artikels oder Mixgetränkes. Für abstrakte Zutaten von Mixgetränken wird dann ein durchschnittlicher Preis aller im Ordner enthaltenen Artikel verwendet. Außerdem können sich Rechnungsbeträge bei aktualisierten Artikelpreisen nachträglich ändern!

Die Einstellung gilt zunächst als Vorgabe für alle Rechnungspositionen, die später eingefügt werden. Wird die Option geändert, können die bereits enthaltenen Rechnungspositionen angepasst werden, obwohl dies nicht zwingend erfoderlich ist, denn jeder Rechnungsposition verfügt über eine individuelle Einstellung. Eine Mischung beider Varianten in einer Rechnung ist also möglich.

Quelle: Barmix Hilfe

Für weitere Infos schaut euch Barmix’ Changelog oder die Hilfe (F1) an.
Ich empfehle jedem zu einem Update.

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Der Tod der Happy Hour?

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Sucht Info Schweiz zumindest fordert die Abschaffung sogenannter Lockvogelangeboten, welche z.b. Vergünstigungen bei alkoholischen Getränken anbeiten.
Zwar wurden diesen Lockvogelangeboten mit dem neuen Alkoholgesetzt, welches sich zur Zeit in der Vernehmlassung befindet, bereits strengeren Auflagen unterworfen und Lockvogelangebote mit Spirituosen sind bereits verboten, dies geht den Suchtexperten aber zu wenig weit und sie fordern eine Ausweitung dieser Regelung auf Wein und Bier.
Quelle: 20min Online

Einerseits ein berechtigter Einwand seitens der Kritiker, ist doch das Bier gerade bei Coop und Co. sehr billig zu haben. Auch das Prinzip der Happy Hour in der Gastronomie gilt es zu hinterfragen, zielt diese doch explizit auf den erhöhten Alkoholkonsum der Gäste ab. Der Genuss wird dabei in den Hintergrund gerückt, was zählt sind die Promillen. Insofern kann ich diese Forderung unterstützen. Alkohol sollte ein Genuss- und kein Rauschmittel sein. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob solche Verbote tatsächlich etwas nützen. Die Prohibition hat deutlich gezeigt, dass eine Überregulierung eher das Gegenteilige bewirkt, da die Leute sich einfach in die Illegalität begaben und Alkohol zweifelhafter Qualität konsumierten, was schwere gesundheitliche Konsequenzen haben konnte.

Desweiteren dürfte es, geht es nach Sucht Info Schweiz, auch keine Angebote mit Gratisgläsern o.ä. mehr geben. Ein Whisky mit einem Nosingglas gehörte demnach der Vergangenheit an, auch wenn dieses Angebot wohl von niemanden in Anspruch genommen wird, der sich mal kurz betrinken wird.

Freunde der gehobenen Trinkkultur tangiert diese Forderung wohl nur sehr am Rande, da Lockvogelangebote mit Spirituosen erstens bereits verboten sind zweitens wohl selten hohe Qualität bieten. Gleiches dürfte hier beim Bier und Wein gelten.

Links:
BVG Entscheid zu Happy Hours und Spirituosen

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Tastings und weitere News

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Hier mal ein kleines Update zu verschiedenen Themen

Tastings

Mittlerweile sind unter tastings-blog.de einige Tastings abgeschlossen. Bei vier davon nahm ich ebenso teil und ich möchte euch kurz zeigen, wo ihr die Siegerprodukte herbekommt.

Beim Vermouth Dry Tasting waren es nur 5 Produkte und tollerweise ist der Sieger, Noilly Prat Dry in jedem Supermarkt erhältlich. Der zweitplatzierte Dolin Vermouth findet man bei silverspirits.ch

Auch beim Vermouth Sweet Tasting gewann ein altbekannter: Carpano Antica Formula, mittlerweile gut erhätlich in der Schweiz. Ihr könnt ihn beispielsweise über den Produktefinder finden. Alle anderen Produkte vielen doch relativ deutlich zurück.

Etwas anders sieht es beim Falernum aus:  Den Testsieger Forgotten Flavours Falernum gibt es nur in Deutschland zu kaufen. Wer dies nicht tun will, findet bei Cocktails Old Fashioned, um selber Falernum anzusetzen.

Ebensowenig erhätlich in der Schweiz ist der Testsieger des Crème de Cassis Tasting, Merlet. Dafür findet man Boudier Crème de Cassis z.b. bei ullrich.ch für ca. 30CHF.  Giffard Cassis Impérial ist wie eigentliche Produkte von Giffard nicht erhältlich in der Schweiz.

Bartenders & Connoisseurs – In 80 Days Around The World

Björn vom wankiki-Blog hat ein ambitioniertes Projekt gestartet: Ein Cocktailbuch geht um die Welt. Jeder, Bartender oder Connoisseur ist eingeladen einen Beitrag zu diesem speziellen Buch zu leisten, welches nicht einfach ein Rezeptebuch ist, sondern verschiedene Menschen, Geschichten und Rezepte vorstellt.

Also verbreitet die Info oder macht selbst mit.

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Blamage für schottischen Whisky

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So oder ähnlich klang es heute in vielen Zeitungen bzw. deren Onlineportalen.
Doch worum geht es dabei überhaupt?

In Schottland wurde kürzlich ein Blindtasting mit 4 schottischen/englischen und einem taiwanesischen Whisky durchgeführt und wie der zugegebenermassen sehr reisserische Titel vermuten lässt, schnitt der taiwanesische Whisky mit dem Namen “Kavalan” am Besten ab.  Soweit, so gut, in meinen Augen ist das Ergebnis nämlich nur halb so wild wie von den meisten Medien kolportiert wird. Einige gingen sogar soweit, den Kavalan kurz zum besten Whisky zu küren.

Wer jetzt im Testfeld irgendwelche grosse Single Malts oder bekannte Blends vermutet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden (ich zumindest war es):

  • Langs Supreme 5y (Blend)
  • King Robert 3y (Blend)
  • St George’s English malt (Single Malt)
  • Bruichladdich 4x+3 3y (Single Malt*)
  • Kalavan 2y

* mit vierfacher Destillation (bis auf 90%), kein typischer Vertreter schottischer Whiskys.

Dieser Vergleich und das daraus von den Medien gezogene Fazit finde ich aufgrund mehrer Tatsachen etwas problematisch.

1. Single Malts/Blends

Man sollte sich schon fragen, ob es tatsächlich Sinn macht Blends und Single Malts in einer Verkostung zu vergleichen.
In meinen Augen tut es das nicht.  Erstens enthält ein Blend Whiskys aus verschiedenen Destillieren (plus evtl. Grain Whisky). Durch dieses Mischen sind Blends wohl auch etwas zugänglicher als Single Malts (als extreme Beispiele seien verschiedene Vertreter Islays genannt)

2. 3 Jahre sind nicht gleich 3 Jahre

Wie bereits die Times bemerkt (übrigens ein schöner Bericht) entspricht ein 3 jährige Whisky aus wärmeren Gefilden, wozu Taiwan sicherlich gehört keineswegs dem gleichaltrigen Pendant aus Schottland. In Schottland reift Whisky klimabedingt langsamer als in Taiwan. Das heisst der zweijährige Whisky aus Taiwan ist reifer als ein dreijähriger Whisky aus Schottland, was sich natürlich auch im Geschmack niederschlägt.

3. Das Testfeld

Die Medien haben sich grösstenteils nicht die Mühe gemacht, das ganze Tasting mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, ansonsten hätten sie wohl gemerkt, dass die getesteten schottischen Whiskies keineswegs Schottland repräsentieren. Vielmehr wurden ähnlich alte, bzw. in diesem Fall sehr junge, Whiskies verkostet. Hier von einer Blamage für schottische Whiskies zu sprechen, ist doch mehr als tendenziös und zeigt, dass man sich überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt und einfach eine toll klingende Schlagzeile übernommen hat.

4. Subjektivität

Genuss von Whisky ist immer höchst subjektiv. Für einige ist Torf die Offenbahrung, für andere ein Brechmittel. Einige mögen fruchtige Whiskies, andere nicht und so weiter.

Kurz, hier wurde ein eigentlich relativ unspektakuläres Tasting aufgebauscht, hauptsache es klingt toll.
Was nicht heissen soll, dass der taiwanesische Whisky schlecht ist (ich kenne ihn nicht), nur dass es eben nicht die gross herausposaunte Blamage für Schottland ist.

Zum Schluss noch der Bericht der taz http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/schottischer-whisky/ (da sich der Beitrag im Satireteil befindet, gehe ich davon aus, dass es sich auch um solche handelt)

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grosses Likörtasting und eine Top-10 Platzierung

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Cocktail&Dreams Leser werden von diesem Mammutprojekt sicherlich schon gehört haben. Tim Reuber hat ein Tasting (Likör + Wermut) mit Sage und Schreibe 21 Kategorien auf die Beine gestellt. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas wenig, wenn man sich aber vor Augen führt, dass dabei sehr viele Leute mitmachen und dabei über 4000 Flässchen à 4cl abgefüllt werden mussten, dann erscheint das ganze Projekt doch in einem etwas anderen Licht. Diejenigen, die sich diese Menge nicht vorstellen können, rate ich den extra eingerichteten Blog unter tastings-blog.de zu besuchen und sich die imposanten Bilder anzuschauen.

Die Ergebnisse der Tastings werden jeweils auf tastings-blog.de veröffentlicht und ich werde euch hier auf mija.ch die jeweils beste Bezugsquelle für die Schweiz zeigen (sofern überhaupt erhältlich und primär bei den Tastings, an welchen ich teilnehme)

Von mir hier nochmals ein grosses Dankeschön!

mija.ch unter den Top-10 Gourmet- und Kochblogs

Die schweizer Full-Service-Marketing xeit.ch hat die zehn besten schweiter Gourmet- und Kochblogs gekürt und mija.ch hat es auf den 7. Rang geschafft. Das freut mich natürlich :) , und ich hoffe, dass der Blog dadurch etwas bekannter wird und ich damit einen Teil zur Barkultur der Schweiz beitragen kann.

Unter den weiteren Top-10 Platzierungen befinden sich interessante Blogs, welche ich bisher noch gar nicht kannte.

Hier noch die Top-10 (und Backlinks ;) )

1. http://kochenmitshibby.ch
2. http://www.latabledhote.ch
3. http://harrysding.ch
4. http://blogs.waskochen.ch
5. http://www.weinheiten.ch
6. http://kaffischopp.wordpress.com
7. http://www.mija.ch
8. http://ramseiermarc.blogspot.com
9. http://boccafino.blogspot.com
10. http://gourmoer.swissblog.ch

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Kronenhalle-Lektionen

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Kürzlich entdeckte ich auf tagesanzeiger.ch zwei schöne Videos, die den Chef de Bar der Kronenhalle, Peter Roth beim Cocktailmixen zeigen. In Zukunft sollen diese Videos jeden Donnerstag veröffentlicht werden.

http://www.tagesanzeiger.ch/leben/dossier/kronenhallelektionen/dossier.html

Video 1: Ladykiller
Video 2: Hendrik’s Martini

Tolle Sache, dass es solche Videos nun auch aus der Schweiz gibt, auch wenn sie im Moment noch etwas sehr förmlich und etwas hölzern wirken, aber das gibt sich sicherlich noch.

Eine kleine Anmerkung noch am Rande:

Peter Roths Aussage bezüglich Jigger und Abmessen möchte ich nicht kommentieren (er vermag dies sicherlich besser zu beurteilen), aber ich möchte hinzufügen, dass auch gute Bars z.t. Jigger einsetzen, während im Gegenzug viele Bartender keine Jigger benutzen und die Qualität der Cocktails nicht stimmt.

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SwissBarAwards

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Am 22. September fanden am Abend die SwissBarAwards im Bolero in Winterthur statt. Prämiert wurden neben dem Bartender of the year, auch das beste Bar Menue, die beste Newcomer Bar sowie die beste Longseller Bar.

Zuerst ging es darum den Bartender of the year zu küren. Dazu wurden jeweils zwei Barkeeper gleichzeitig auf die Bühne gebeten und mussten ihren Drink innerhalb eines Zeitlimits fertigstellen. Dabei wurden sie einerseits von einer technischen Jury beobachtet und andereseits von einer Tasting-Jury bewertet (dies allerdings hinter der Bühne).
Sehr befremdlich war allerdings, dass das Publikum hier noch Einfluss nehmen konnte und zwar mit sogenannten “Sympathiepunkten”. Jeder Gast hatte zu Beginn mehrere Pokerchips erhalten, welcher er dann “seinen” seinem Favoriten geben konnte bzw. in dessen “Urne” legen konnte. Keine Ahnung was das in diesem Wettbewerb zu suchen hat.

Erstmal möchte ich den Teilnehmenden Barkeepern meine Respekt ausdrücken, es ist sicherlich nicht einfach vor der Kamera, so vielen Leuten und einer beobachtenden Jury zu arbeiten.

Kurzporträts der sechs Finalisten findet ihr auf der Seite der SwissBarAwards

Insgesamt sechs Barkeeper traten an (einer war krank), was somit 3 Durchgänge ergab. So, dann ging es also los. Die ersten beiden Barkeeper wussten leider den Namen ihres Drinks nicht mehr. Aufregung, Stress? Keine Ahnung, weiters möchte ich dies auch nicht kommentieren. Die Cocktails waren so wie ich sie erwartet hatte. Longdrinks, die alle wunderschön farbig aussehen und eine tolle (sehr umfangreiche) Deko besassen. Cocktail Bitters oder etwas speziellere Zutaten suchte man vergebens. Wie auch beim Grand Prix Havana 2009 wusste ich auch hier nicht was die Vorgaben waren. Das Ergebnis waren 6 Longdrinks. Sollte die Vorgabe gewesen sein “kreeirt einen Longdrink”, dann kann man hier den Probanden gar keinen Vorwurf machen, den Veranstalter müsste ich allerdings fragen, warum man hier nur auf fruchtige/saftige Longdrinks setzt. Unsere nördlichen Nachbarn z.b. sind hier doch auch etwas weiter. Nördliche Nachbarn waren dann auch gleich dreimal vertreten. Die Rezepturen unterschieden sich allerdings nicht von den anderen Barkeepern.

Schlussendlich machte Maurizio Cassaro aus dem Hotel Eden Roc in Ascona das Rennen.

Als kleines Zwischenprogramm bot Levent Yilmaz eine beindruckende Flairtending-Show. Flairtending ist zwar überhaupt nicht mein Ding, aber das Gebotene war wirklich toll anzusehen.

In den anderen Kategorien wurden folgende Bars ausgezeichnet:

Best Newcomer Bar: Suite, Luzern
Best Bar Menue: Seminarhotel Sempachersee, Nottwil
Best Longseller Bar: Widder Bar, Zürich

Unverständlich, dass diese Informationen noch nicht auf den Seiten von SwissBarAwards oder Bar News veröffentlich wurde. Die neuen Medien sind dazu da, um benutzt zu werden. Eine Website muss nicht nur eine statische Informationsquelle sein!
Es kann natürlich sein, dass man einfach die nächste Ausgabe der Bar News abwarten will, was die Sache nicht eben verständlicher macht.

Die Location, also der Bolero Club, war zwar sehr schön gestylt mit gemütlichem Interieur, das Preis/Leistungsverhältnis ist aber leider nicht gerade toll.

Mein Fazit des Abends: In der Schweiz gibt es wohl noch einiges zu tun. Ich war vom Abend enttäuscht. Man scheint auch im Barbereich das leidige Konzept “Hauptsache Schein, Sein ist unwichtig” zu leben.

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swissBARworld

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Eingang SwissBarWorldVom 21. September bis zum 22. September fand in Winterthur die erste SwissBarWorld statt. Die Messe ist, anders als der BCB in Berlin, nur für Fachpublikum geöffnet. Neben verschiedenen Ausstellern fand man als Besucher auch eine Showbühne, eine Tasting Area sowie ein Forum vor.

Vortrag von Markus Blattner

Mit etwas Verspätung öffnete die Messe um ca. 11:30 und es ging sogleich los mit einem Vortrag von Markus Blattner aus der Widderbar, der auf der Showbühne in Vergessenheit geratene Spirituosen und Cocktails vorstellte. Unter anderem wurde Old Tom Gin, Chartreuse und Weisflog Bitter vorgestellt. Weisflog Bitter wurde im 19. Jh. vom deutschen Arzt Gustav Erdmann Weisflog in Zürich erfunden. Eigentlich war es es als Bitter gegen Magenversäuerung gedacht, aber wie das halt so ist, wurde diese “Medizin” schnell als Apéritif entdeckt. Zum Schluss stellte Markus Blattner noch einige alte Cocktailshaker vor, deren Funktionsweise z.t. doch sehr interessant war. Wer sich für Cocktailshaker interessiert, sollte mal bei Shakerliebe vorbei schauen.
Sehr interessanter Vortrag!

Beim umherschlendern in den Hallen der Messe merkte man relativ schnell, dass die ganze Messe relativ klein war. Sowohl Platz- als auch Besuchermässig. Eigentlich sehr angenehm, hatte man doch immer genug Platz um sich ungestört irgendwo hinzubewegen.

Barfood

Als zweites schaute ich mir den Vortrag über Barverpflegung an, welche von zwei Köchen vorgestellt wurde. Hier wurde sehr viel Show, inklusive Gesangseinlage, geboten und einige interessante Kreationen vorgestellt (Sauerkraut mit Curry). Bei einigen war ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob die tatsächlich in eine Bar passen.

Wildfrucht-Tasting

Um ca. 13:30 wurde in der Tasting Area ein Tasting mit schweizer Wildfruchtdestillate durchgeführt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Leider füllten sich die verfügbaren Plätze nur sehr zögerlich. Ob diese Brände zu speziell sind? Das Wodka Tasting vorher war doch sehr gut gefüllt…
Wie auch immer: Das Tasting war für mich einer der Höhepunkte der Messe. Hansjörg Zehnder vom schweizer Schnaps-Forum führte durch das interessante Tasting, welches auch 6 verschiedenen Destillaten bestand. Ganz toll fand ich, dass wir umfangreiche Informationen zu Wildfrüchten allgemein, sowie Bezugsadressen zu den verkosteten Destillaten ausgehändigt bekamen. Das hätte ich mir auch an anderen Stellen gewünscht. Verkostet wurde Schlehe, Zibarte (eine Wildpflaume), Wildkirsche, Sureau (schwarzer Holunder), Kornelkirsche, Wilde Vogelbeere. Während die ersten drei Brände eher mild daherkamen, waren die letzten drei doch eher wuchtig und intensiv. Insbesondere die Kornelkirsche roch ziemlich ungeniessbar (Brennsprit), entfaltete im Mund aber interessante und leckere Noten. Begeistert war ich auch vom Brand der Wildkirsche. Aber auch die leider unverkäufliche Vogelbeere schmeckte mit ihre sehr grünen Noten interessant. Da die Brände alle von kleinen Destillerien hergestellt werden, haben die Produkte natürlich ihren Preis.

Choctails

Auf der Showbühne präsentierte Stefan Stevancsec ChocTails, also Cocktails mit Schokolade. Eine interessante Präsentation, die nicht nur Cockails beleuchtete, sondern auch Schokolade und damit verbundene Trends beleuchtete.
Natürlich wurde die Zeit auch genutzt um den neuen Mozart Dry, einen klaren Schokoladenbrand, vorzustellen, ein Produkt, dass ich mir sicherlich kaufen werde :)

Rum-Tasting

Und wieder ein Tasting: Diesmal Rum mit Jürgen Deibel. Auch hier wurden wieder sechs Proben verkostet, diesmal aber blind. Die Teilnehmer sollten zusammen erraten, um welche Rums es sich jeweils handelte. Aufgelöst wurde am Schluss. Spannende Sache (auch wenn meine persönliche Trefferquote nicht so berauschend war, aber daran lässt sich ja noch arbeiten ;) ), insbesondere Jürgen Diebel hat mich mit seinem Fachwissen nachhaltig beeindruckt!

Avantgarde Drinks

Wer ruht der rastet und deshalb gings gleich zurück zur Showbühne, wo sogenannte Avantgarde Drinks präsentiert wurden. Avantgarde Drinks sind nichts anderes als molekulare Cocktails. “Als Evolution” wurde diese Art von Drinks angepriesen, eine Meinung, die ich nicht teilen kann. Ich habe da jeweils das Gefühl, dass es mehr um Schein als um Sein geht. Nach wenigen Minuten verliess ich die Präsentation mangels Interesse und ging was essen.

Pisco-Tasting

Als Abschluss der Tastings fand ein Pisco-Tasting statt und da ich eigentlich keine Ahnung von Pisco hatte, nahm ich natürlich auch hier teil. Wiederum führte Jürgen Deibel durch das Tasting. Insgesamt wurden hier nur drei Proben verkostet. Auch dieses Tasting war wieder unheimlich informativ.

Eigentlich wollte ich dann noch das Forum besuchen, um mir Michael Zotters Vortrag über Online Medien anzuhören. Durch die Verspätung überschnitten sich das Tasting und der Vortrag, so dass ich diese Veranstaltung verpasste. Leider!

Grand Prix Havana Club 2009

Grandprix Havana Club 2009

Um 17:00 war dann eigentlich fertig für heute bzw. es war der Beginn des Grand Prix Havana Club 2009 Finales. Die erste Runde aus vier Finalisten verpasste ich. Im Nachhinen nicht besonders tragisch.
Ich weiss ja nicht was die Vorgaben waren, aber jeder der vier Finalisten aus dem zweiten Durchgang präsentierten einen Longdrink mit etwas Spirituosen und ganz viel Fruchtsaft oder sonstigen Fillern (so ab ca 12cl). In 3 von 4 Fällen mit Maracuja bzw. eine Orangensaft/Maracuja Mix (bitte korrigiert mich, wenn mich hier irre). Die Situation, welche in Deutschland immer wieder kritisiert wird, lässt sich anscheinend auch auf die Schweiz übertragen. Irgendwie ist in den Köpfen immer noch verankert, dass ein Cocktail zwingend fruchtig sein muss. Natürlich kann dies lecker sein, aber, dass gerade 100% der Teilnehmer solche Drinks kreeiren, zeugt nicht gerade von Inovation, schade.

Schlussbemerkung

Ich empfand die erste SwissBarWorld als gelungen. Mann kann sich jetzt natürlich fragen, ob es Sinn macht, Leute aus dem Hobbybereich auszuklammern. Auf der einen Seite wären diese Leute doch ein schöner Farbtupfer, auf der anderen Seite aber, wächst das Risiko eines Sauftourismus. An an der SwissBarWorld wurde viel gratis angeboten, was an einer öffentlichen Messe wohl kaum funktionieren geschweige denn wirtschaftlich wäre. Ein bisschen entäuscht bin ich von der Kommunikation. Wir befinden uns mittlerweile im 21. Jahrhundert, die neuen Medien haben sich etabliert und trotzdem findet man nirgends einen Hinweis darauf, wer jetzt denn Grand Prix Havana Club 2009 gewonnen hat. Für mich gerade in der heutigen Zeit unverständlich. Insgesamt war die Messe aber interessant, auch wenn merkte, dass z.b. Deutschland mit der Barkultur schon etwas weiter ist.

Eingang SwissBarWorld

Im nächste Beitrag werde ich von den SwissBarAwards berichten

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