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Spiritissima 2010

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Diese Jahr fand im Papiersaal von Sihlcity die dritte Spiritissima statt. Wieder gab es verschiedenste Spirituosen, Liköre und diesmal sogar Bier (an einem Stand) zu verkosten. Neben Glen Fahrn, welche sicher am präsentesten waren und den Anlass organisierten, fanden sich auch andere Aussteller/Hersteller ein, wie z.b. Diageo, Lateltin oder Davidoff. Wie bereits letztes Jahr machten Whisk(e)ys den Hauptanteil der angebotenen Spirituosen aus. Doch auch Cognac wurde, nachdem letztes Jahr am Abend ein Cognac-Tasting stattfand, präsentiert. Auch Grappa, Spumante/Prosecco und Wodka wurde dieses Jahr mehr Platz zugesprochen.

Ganz neu und in meinen Augen eine sehr gute Idee: Eine “Bar” an der man nichtalkohlische Getränke und kleine Häppchen kaufen konnte. Viele der Aussteller bzw. Mitarbeiter welche die Spirituosen ausschenkten kannte man bereits vom letzten Jahr oder von den Whiskyschiffen Luzern/Zürich.

Das Preisniveau schien mir ungefähr gleich wie letztes mal. Standardabfüllungen kosteten ca. 1-3 CHF pro cl. Schön fand ich, dass mit dem fast gesamten The Bitter Truth Sortiment und weiteren Produkten wie z.b. Antica Formula auch der Barbereich nicht zu kurz kam.

Am Abend fand dann ein Soiréé im Zeichen des Davidoff Cognacs und Grand Khaan Vodka statt. Etwas schade, dass man sich hier auf zwei Marken festlegte (Sponsoring). Da hätte mich das letztjährige Tasting definitiv mehr interessiert.

Fazit: Die entspannte Atmosphäre, der relativ kleine Rahmen der Veranstaltung und natürlich die verkosteten Spiritiuosen machten die Spiritissima auch dieses Jahr zu einem schönen Erlebnis. Verändert hat sich insgesamt wenig, abgsehen von Foodcorner. Es waren mehr Hersteller dabei, welche eigene Stände hatten und einzelne Produkte wurden mehr ins Zentrum gerückt. Als Beispiel sei hier der Grand Khaan Vodka genannt, welcher auch auf den Werbeplakate der Spirtissima zu finden war. Es gab aber auch weitere Produkte, die so auffielen: Davidoff, Bepin de Eto (Spumante). Ob man das jetzt gut findet oder nicht, muss man selber entscheiden.

Zum Schluss möchte ich euch drei tolle Produkte kurz vorstellen:

Banff 21y (Rare Malts)

Auf diesen Speyside Malt bin ich per Zufall gestossen, als ich beim Raritätenstand herumstöberte und überrascht war von dieser Flasche, da ich bisher noch nie was von dieser Destillerie gehörte habe. Das liegt vielleicht, dass die Destillerie seit über 20 Jahren geschlossen ist. Schade, denn der Malt hat mich überzeugt. Ausprägte Zitrusnoten machen diesen Malt zu etwas sehr Interessanten. Daneben finden sich auch Ideen von Butterkeksen und Vanille, sowie Getreide.

Willet Rye 24y

Auch das ist ein Produkt, welches nur noch sehr schwer und teuer (360-395 CHF, das letzte Fass) zu erstehen ist. Der Rye kommt mit unglaublichen 69.4% daher, welche man aber überhaupt nicht merkt. Absolut toller Rye Whisky, aber leider unglaublich teuer.

St. Etienne Blanc Agricole Vintage 2000

Den St. Etienne XO habe ich euch bereits das letzte Jahr kurz vorgestellt. Dieses Jahr ist nun der weisse Rum dieses Herstellers aus Martinique an der Reihe. Das Produkt reift vier Jahre und kommt mit 50% daher. Wem Blue Bay zu “kompostig” ist, der findet hier meiner Meinung nach ein interessantes Produkt, welches man zwar definitiv als Agricole Rhum erkennt, aber, welches nicht in die, zumindest für mich, beinahe schon unangenehmen Geschmacksgefilde von Blue Bay Rum vorstösst.

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Termine im Jahr 2010

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Auch im Jahr 2o10 gibt es wieder einige Veranstaltungen, welche man sich nicht entgehen lassen soll.
Den Anfang macht am 6. März die 3. Spiritissima, über welche ich bereits 2009 berichtet hatte.
Kurz danach findet in Weinfelden die Schlarrafia, eine Wein- und Gourmetmesse statt. Wie der Name bereits vermuten lässt, kommen hier vor allem Weinliebhaber auf ihre Kosten.
Ende März kommt dann das Whiskyschiff in Luzern an die Reihe. Ein Besuch dieser Veranstaltung lohnt sich für Whiskyliebhaber auf jeden Fall, wie ich bereits letztes Jahr berichtete. Auch die Expovina-Primavera ist für Wein interssierte sicherlich ein Blick wert.
Während den Sommermonaten finden keine Messen statt, aber im September geht es dann wieder weiter mit der SwissBarWorld sowie den SwissBarAwards. Die SwissBarWorld ist die einzige Barmesse dieser Art in der Schweiz. Über die Messe berichtete ich bereits 2009.
Im November wird es wiederum für Weinliebhaber interessant. Dann findet nämlich die 57. Weinausstellung in Zürich statt.
Den Abschluss macht Anfangs Dezember das Whiskyschiff in Zürich.

Sollte Ihr noch von weiteren interessanten Messen und Veranstaltungen wissen, dann schreibt dieses doch in die Kommentare und ich werden den Post aktualisieren.

Viel Spass!

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grosses Likörtasting und eine Top-10 Platzierung

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Cocktail&Dreams Leser werden von diesem Mammutprojekt sicherlich schon gehört haben. Tim Reuber hat ein Tasting (Likör + Wermut) mit Sage und Schreibe 21 Kategorien auf die Beine gestellt. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas wenig, wenn man sich aber vor Augen führt, dass dabei sehr viele Leute mitmachen und dabei über 4000 Flässchen à 4cl abgefüllt werden mussten, dann erscheint das ganze Projekt doch in einem etwas anderen Licht. Diejenigen, die sich diese Menge nicht vorstellen können, rate ich den extra eingerichteten Blog unter tastings-blog.de zu besuchen und sich die imposanten Bilder anzuschauen.

Die Ergebnisse der Tastings werden jeweils auf tastings-blog.de veröffentlicht und ich werde euch hier auf mija.ch die jeweils beste Bezugsquelle für die Schweiz zeigen (sofern überhaupt erhältlich und primär bei den Tastings, an welchen ich teilnehme)

Von mir hier nochmals ein grosses Dankeschön!

mija.ch unter den Top-10 Gourmet- und Kochblogs

Die schweizer Full-Service-Marketing xeit.ch hat die zehn besten schweiter Gourmet- und Kochblogs gekürt und mija.ch hat es auf den 7. Rang geschafft. Das freut mich natürlich :) , und ich hoffe, dass der Blog dadurch etwas bekannter wird und ich damit einen Teil zur Barkultur der Schweiz beitragen kann.

Unter den weiteren Top-10 Platzierungen befinden sich interessante Blogs, welche ich bisher noch gar nicht kannte.

Hier noch die Top-10 (und Backlinks ;) )

1. http://kochenmitshibby.ch
2. http://www.latabledhote.ch
3. http://harrysding.ch
4. http://blogs.waskochen.ch
5. http://www.weinheiten.ch
6. http://kaffischopp.wordpress.com
7. http://www.mija.ch
8. http://ramseiermarc.blogspot.com
9. http://boccafino.blogspot.com
10. http://gourmoer.swissblog.ch

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Guten Rutsch ins Jahr 2010

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mija.ch wünscht euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches 2010!

Passend dazu ein schöner Cocktail, welcher in einem kleinen Experiment entstanden ist.

Genesis

  • 4cl Orangensaft
  • 3cl Aperol
  • 0.8cl Bols Genever

Im Glas aufbauen und mit Orangenzeste garnieren (leider gerade kein Foto zur Hand)

Ein erfrischender Aperitif, der durch den Genever eine schöne, malzige Süsse beinhaltet.
Inspiriert hat mich dazu mein Grossvater, der jeweils einfach Orangensaft, Aperol und einen Schuss Gin serviert (ungekühlt). Sozusagen, war dies meine erste Berührung mit Cocktails. Deshalb auch der Name, Genesis.

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SwissBarAwards

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Am 22. September fanden am Abend die SwissBarAwards im Bolero in Winterthur statt. Prämiert wurden neben dem Bartender of the year, auch das beste Bar Menue, die beste Newcomer Bar sowie die beste Longseller Bar.

Zuerst ging es darum den Bartender of the year zu küren. Dazu wurden jeweils zwei Barkeeper gleichzeitig auf die Bühne gebeten und mussten ihren Drink innerhalb eines Zeitlimits fertigstellen. Dabei wurden sie einerseits von einer technischen Jury beobachtet und andereseits von einer Tasting-Jury bewertet (dies allerdings hinter der Bühne).
Sehr befremdlich war allerdings, dass das Publikum hier noch Einfluss nehmen konnte und zwar mit sogenannten “Sympathiepunkten”. Jeder Gast hatte zu Beginn mehrere Pokerchips erhalten, welcher er dann “seinen” seinem Favoriten geben konnte bzw. in dessen “Urne” legen konnte. Keine Ahnung was das in diesem Wettbewerb zu suchen hat.

Erstmal möchte ich den Teilnehmenden Barkeepern meine Respekt ausdrücken, es ist sicherlich nicht einfach vor der Kamera, so vielen Leuten und einer beobachtenden Jury zu arbeiten.

Kurzporträts der sechs Finalisten findet ihr auf der Seite der SwissBarAwards

Insgesamt sechs Barkeeper traten an (einer war krank), was somit 3 Durchgänge ergab. So, dann ging es also los. Die ersten beiden Barkeeper wussten leider den Namen ihres Drinks nicht mehr. Aufregung, Stress? Keine Ahnung, weiters möchte ich dies auch nicht kommentieren. Die Cocktails waren so wie ich sie erwartet hatte. Longdrinks, die alle wunderschön farbig aussehen und eine tolle (sehr umfangreiche) Deko besassen. Cocktail Bitters oder etwas speziellere Zutaten suchte man vergebens. Wie auch beim Grand Prix Havana 2009 wusste ich auch hier nicht was die Vorgaben waren. Das Ergebnis waren 6 Longdrinks. Sollte die Vorgabe gewesen sein “kreeirt einen Longdrink”, dann kann man hier den Probanden gar keinen Vorwurf machen, den Veranstalter müsste ich allerdings fragen, warum man hier nur auf fruchtige/saftige Longdrinks setzt. Unsere nördlichen Nachbarn z.b. sind hier doch auch etwas weiter. Nördliche Nachbarn waren dann auch gleich dreimal vertreten. Die Rezepturen unterschieden sich allerdings nicht von den anderen Barkeepern.

Schlussendlich machte Maurizio Cassaro aus dem Hotel Eden Roc in Ascona das Rennen.

Als kleines Zwischenprogramm bot Levent Yilmaz eine beindruckende Flairtending-Show. Flairtending ist zwar überhaupt nicht mein Ding, aber das Gebotene war wirklich toll anzusehen.

In den anderen Kategorien wurden folgende Bars ausgezeichnet:

Best Newcomer Bar: Suite, Luzern
Best Bar Menue: Seminarhotel Sempachersee, Nottwil
Best Longseller Bar: Widder Bar, Zürich

Unverständlich, dass diese Informationen noch nicht auf den Seiten von SwissBarAwards oder Bar News veröffentlich wurde. Die neuen Medien sind dazu da, um benutzt zu werden. Eine Website muss nicht nur eine statische Informationsquelle sein!
Es kann natürlich sein, dass man einfach die nächste Ausgabe der Bar News abwarten will, was die Sache nicht eben verständlicher macht.

Die Location, also der Bolero Club, war zwar sehr schön gestylt mit gemütlichem Interieur, das Preis/Leistungsverhältnis ist aber leider nicht gerade toll.

Mein Fazit des Abends: In der Schweiz gibt es wohl noch einiges zu tun. Ich war vom Abend enttäuscht. Man scheint auch im Barbereich das leidige Konzept “Hauptsache Schein, Sein ist unwichtig” zu leben.

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swissBARworld

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Eingang SwissBarWorldVom 21. September bis zum 22. September fand in Winterthur die erste SwissBarWorld statt. Die Messe ist, anders als der BCB in Berlin, nur für Fachpublikum geöffnet. Neben verschiedenen Ausstellern fand man als Besucher auch eine Showbühne, eine Tasting Area sowie ein Forum vor.

Vortrag von Markus Blattner

Mit etwas Verspätung öffnete die Messe um ca. 11:30 und es ging sogleich los mit einem Vortrag von Markus Blattner aus der Widderbar, der auf der Showbühne in Vergessenheit geratene Spirituosen und Cocktails vorstellte. Unter anderem wurde Old Tom Gin, Chartreuse und Weisflog Bitter vorgestellt. Weisflog Bitter wurde im 19. Jh. vom deutschen Arzt Gustav Erdmann Weisflog in Zürich erfunden. Eigentlich war es es als Bitter gegen Magenversäuerung gedacht, aber wie das halt so ist, wurde diese “Medizin” schnell als Apéritif entdeckt. Zum Schluss stellte Markus Blattner noch einige alte Cocktailshaker vor, deren Funktionsweise z.t. doch sehr interessant war. Wer sich für Cocktailshaker interessiert, sollte mal bei Shakerliebe vorbei schauen.
Sehr interessanter Vortrag!

Beim umherschlendern in den Hallen der Messe merkte man relativ schnell, dass die ganze Messe relativ klein war. Sowohl Platz- als auch Besuchermässig. Eigentlich sehr angenehm, hatte man doch immer genug Platz um sich ungestört irgendwo hinzubewegen.

Barfood

Als zweites schaute ich mir den Vortrag über Barverpflegung an, welche von zwei Köchen vorgestellt wurde. Hier wurde sehr viel Show, inklusive Gesangseinlage, geboten und einige interessante Kreationen vorgestellt (Sauerkraut mit Curry). Bei einigen war ich mir allerdings nicht ganz sicher, ob die tatsächlich in eine Bar passen.

Wildfrucht-Tasting

Um ca. 13:30 wurde in der Tasting Area ein Tasting mit schweizer Wildfruchtdestillate durchgeführt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Leider füllten sich die verfügbaren Plätze nur sehr zögerlich. Ob diese Brände zu speziell sind? Das Wodka Tasting vorher war doch sehr gut gefüllt…
Wie auch immer: Das Tasting war für mich einer der Höhepunkte der Messe. Hansjörg Zehnder vom schweizer Schnaps-Forum führte durch das interessante Tasting, welches auch 6 verschiedenen Destillaten bestand. Ganz toll fand ich, dass wir umfangreiche Informationen zu Wildfrüchten allgemein, sowie Bezugsadressen zu den verkosteten Destillaten ausgehändigt bekamen. Das hätte ich mir auch an anderen Stellen gewünscht. Verkostet wurde Schlehe, Zibarte (eine Wildpflaume), Wildkirsche, Sureau (schwarzer Holunder), Kornelkirsche, Wilde Vogelbeere. Während die ersten drei Brände eher mild daherkamen, waren die letzten drei doch eher wuchtig und intensiv. Insbesondere die Kornelkirsche roch ziemlich ungeniessbar (Brennsprit), entfaltete im Mund aber interessante und leckere Noten. Begeistert war ich auch vom Brand der Wildkirsche. Aber auch die leider unverkäufliche Vogelbeere schmeckte mit ihre sehr grünen Noten interessant. Da die Brände alle von kleinen Destillerien hergestellt werden, haben die Produkte natürlich ihren Preis.

Choctails

Auf der Showbühne präsentierte Stefan Stevancsec ChocTails, also Cocktails mit Schokolade. Eine interessante Präsentation, die nicht nur Cockails beleuchtete, sondern auch Schokolade und damit verbundene Trends beleuchtete.
Natürlich wurde die Zeit auch genutzt um den neuen Mozart Dry, einen klaren Schokoladenbrand, vorzustellen, ein Produkt, dass ich mir sicherlich kaufen werde :)

Rum-Tasting

Und wieder ein Tasting: Diesmal Rum mit Jürgen Deibel. Auch hier wurden wieder sechs Proben verkostet, diesmal aber blind. Die Teilnehmer sollten zusammen erraten, um welche Rums es sich jeweils handelte. Aufgelöst wurde am Schluss. Spannende Sache (auch wenn meine persönliche Trefferquote nicht so berauschend war, aber daran lässt sich ja noch arbeiten ;) ), insbesondere Jürgen Diebel hat mich mit seinem Fachwissen nachhaltig beeindruckt!

Avantgarde Drinks

Wer ruht der rastet und deshalb gings gleich zurück zur Showbühne, wo sogenannte Avantgarde Drinks präsentiert wurden. Avantgarde Drinks sind nichts anderes als molekulare Cocktails. “Als Evolution” wurde diese Art von Drinks angepriesen, eine Meinung, die ich nicht teilen kann. Ich habe da jeweils das Gefühl, dass es mehr um Schein als um Sein geht. Nach wenigen Minuten verliess ich die Präsentation mangels Interesse und ging was essen.

Pisco-Tasting

Als Abschluss der Tastings fand ein Pisco-Tasting statt und da ich eigentlich keine Ahnung von Pisco hatte, nahm ich natürlich auch hier teil. Wiederum führte Jürgen Deibel durch das Tasting. Insgesamt wurden hier nur drei Proben verkostet. Auch dieses Tasting war wieder unheimlich informativ.

Eigentlich wollte ich dann noch das Forum besuchen, um mir Michael Zotters Vortrag über Online Medien anzuhören. Durch die Verspätung überschnitten sich das Tasting und der Vortrag, so dass ich diese Veranstaltung verpasste. Leider!

Grand Prix Havana Club 2009

Grandprix Havana Club 2009

Um 17:00 war dann eigentlich fertig für heute bzw. es war der Beginn des Grand Prix Havana Club 2009 Finales. Die erste Runde aus vier Finalisten verpasste ich. Im Nachhinen nicht besonders tragisch.
Ich weiss ja nicht was die Vorgaben waren, aber jeder der vier Finalisten aus dem zweiten Durchgang präsentierten einen Longdrink mit etwas Spirituosen und ganz viel Fruchtsaft oder sonstigen Fillern (so ab ca 12cl). In 3 von 4 Fällen mit Maracuja bzw. eine Orangensaft/Maracuja Mix (bitte korrigiert mich, wenn mich hier irre). Die Situation, welche in Deutschland immer wieder kritisiert wird, lässt sich anscheinend auch auf die Schweiz übertragen. Irgendwie ist in den Köpfen immer noch verankert, dass ein Cocktail zwingend fruchtig sein muss. Natürlich kann dies lecker sein, aber, dass gerade 100% der Teilnehmer solche Drinks kreeiren, zeugt nicht gerade von Inovation, schade.

Schlussbemerkung

Ich empfand die erste SwissBarWorld als gelungen. Mann kann sich jetzt natürlich fragen, ob es Sinn macht, Leute aus dem Hobbybereich auszuklammern. Auf der einen Seite wären diese Leute doch ein schöner Farbtupfer, auf der anderen Seite aber, wächst das Risiko eines Sauftourismus. An an der SwissBarWorld wurde viel gratis angeboten, was an einer öffentlichen Messe wohl kaum funktionieren geschweige denn wirtschaftlich wäre. Ein bisschen entäuscht bin ich von der Kommunikation. Wir befinden uns mittlerweile im 21. Jahrhundert, die neuen Medien haben sich etabliert und trotzdem findet man nirgends einen Hinweis darauf, wer jetzt denn Grand Prix Havana Club 2009 gewonnen hat. Für mich gerade in der heutigen Zeit unverständlich. Insgesamt war die Messe aber interessant, auch wenn merkte, dass z.b. Deutschland mit der Barkultur schon etwas weiter ist.

Eingang SwissBarWorld

Im nächste Beitrag werde ich von den SwissBarAwards berichten

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Schottlandreise 8/8

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So, der Schottlandbericht ist mit diesem Bericht zu Ende.

Ich weiss, dass ich anfangs die Vorstellung mehrerer Whiskys versprochen hatte, welche dann doch nicht vorgestellt wurde. Keine Bange, ich habe diese nur aus dem Schottlandbericht ausgekoppelt und werde sie einzeln vorstellen.

Schottland war definitiv eine Reise wert und es war bestimmt auch nicht der letzte Besuch. Schliesslich muss ich ja noch Islay und Skye besuchen ;)
Aber auch für Leute, welche sich nicht für Whisky begeistern können, bietet das Land allerlei interessantes. Angefangen bei der Geschichte, weiters zu den sehr freundlichen Leuten und natürlich der atemberaubenden und vielseitigen Landschaft.

Ich würde auf jeden Fall wieder mit Bed & Breakfast reisen, denn diese Art der Übernachtung bietet allerlei interessante Gespräche mit den Gastfamilien, sie ist preiswert und dennoch auf einem sehr angenehmen Niveau (Schmutz war überall ein Fremdwort).

Schottland ist sicherlich kein Land in dem man Geld sparen kann. Wäre das Pfund nicht so tief, müsste man es sogar als sehr teuer bezeichnen.

Wir sind primär aus Kostengründen mit Auto und Fähre gereist und ich bin nicht sicher, ob ich das wieder tun würde. Denn erstens verliert man damit wertvolle Tage und andererseits ist die Fähre auch nicht wirklich spannend. Geschweige denn die Fahrt nach Amsterdam.

Ich hoffe ihr hattet Spass mit dieser Berichtsreihe und schliesse den Bericht mit einigen Impressionen ab.

Landschaft

Wick

Dunnet Head U-Boot Station

Küste

See

Fluss

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Schottlandreise 7/8

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Nächste Station: Oban, wo sich auch die gleichnamige Destillerie mittem im Städtchen befindet und sogar ihr Wasser von der normalen Trinkwasserversorgung erhalten.

BurgBurg auf dem Weg nach Oban

Das Wetter in Oban spielte leider überhaupt nicht mit. Regen und Wind dominierten die Wetterlage.
Wir wussten zwar, dass Oban eine Destillerie besitzt und wir kannten auch den Whisky, doch wir waren einigermassen erstaunt, dass wir gleich an einer Strasse mittem im Zentrum von Oban auf die Destilliere treffen. Diese Gelegenheit konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gleich zu Beginn der Führung bekamen wir die ganze Schweinegrippe-Hysterie zu spüren, denn anders als bei Aberlour oder Benriach wurden hier sämtliche Getreideproben unter Verschluss gehalten und nur von weitem herumgezeigt. Naja.

Die Führung selbst war sehr theoretisch gehalten. Von der Destilliere sahen wir leider nicht viel. Zwar konnten wir die Pot-Stills sowie die Mashtuns von nahmen begutachten, mehr war aber nicht drin. Die Erklärungen des Guides waren sehr interessant und sehr technisch gehalten. Oder um es etwas zynischer zu formulieren: Ich hätte auch ein Buch über Oban lesen können. Wir konnten dann noch ein paar Tropfen [sic] direkt vom Bourbonfass, sowie den 14 Oban. Wenigstens gab es ein schönes Glas als Geschenk.

Das Städtchen Oban war dann sehr schön anzusehen und am Abend fanden wir dann ein schönes Pub (ich glaube wir waren die einzigen Touristen), in welchem wir einen whiskylastigen Abend verbrachten.

Am nächsten Tag ging es dann endgültig zurück Richtung Newcastle. Wir liessen die für Schottland typische Landschaft hinter uns und fuhren nach Stirling, welche doch sehr viel englischer wirkte als andere schottische Städte. Auch entstand bei mir der Eindruck, dass Stirling finanziell einiges besser gestellt ist als beispielsweise Wick (rein vom optischen).

Kirche in Stirling

In Stirling befindet sich auch das sogenannte William Wallace Monument ein Wahrzeichen und eine Art “Muesum”  zu Ehren des gleichnamigen schottischen Nationalhelden. Natürlich ist der Spass nicht kostenlos und die ganzen Informationen, welche man über Schottland und seinen Helden findet, sind eher Selbstbeweihräucherung. Dafür ist die Aussicht von der Spitze des Monuments grandios.

William Wallace MonumentWilliam Wallace Monument

Wer eine Reise nach Stirling plant, sollte unbedingt das Garfield House (B&B) in Betracht ziehen. Absolut geniale Unterkunft und dabei preislich sehr vernüftig (28 Pfund pro Person)

Das wars mit Schottland.
Am nächsten Tag verliessen wir Schottland und fuhren in Richtung Süden. Da wir noch sehr viel Zeit hatten, beschlossen wir, dass wir nicht einfach die Autobahn nehmen, sondern kleine Umwege, um noch ein paar Dinge auf dem Weg anzuschauen. Also fuhren wir an Edinbourgh vorbei Richtung Lockerbie. Von dort hielten wir uns östlich und konnten dabei sogar einen Blick auf den berühmten Hadrian-Wall werfen (bzw. wo er war und was noch vorhanden war).

Wasserfall

Landschaftlich ist das nördliche England doch anders als Schottland. Sanfte, grüne Hügel und weite Wiesen dominieren das Bild. Eine willkommene Abwechslung nach den kargen Highlands.
Unser Ziel war eigentlich Alnwick, eine mittelgrosse Stadt in Küstennähe. Die wenigen, und damit meine ich wirklich wenige, B&Bs waren alle bereits besetzt und so mussten wir uns wohl oder übel nach anderen Übernachtungsmöglichkeiten umsehen.
Schlussendlich führte uns unsere Reise in das beschauliche Warkworth, ein sehr schönes Dorf, welches direkt am Meer liegt und sehr interessante Burg besitzt.

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Schottlandreise 6/8

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Durness liegt an der Nordwestküste Schottlands und nachdem wir bereits die Ostküste gesehen hatten, ging es nun der Westküste entlang wieder in den Süden. Die Westküste ist, bedingt durch den Golfstrom klimatisch etwas milder, so wachsen zum Beispiel Palmen in einigen Gärten.

So fuhren wir also von von Durness los und das während der Fahrt gebotene war wirklich atemberaubend. Schroffe, karge Landschaften, welche unzählige Seen beherbergen. Alte Schlösser und natürlich viele Schafe ;)

Ardvreck Castle

Wasserfall

Leuchtturm Ullapool

Unsere Reise führte uns nach Ullapool, einer Hafenstadt an der Westküste und hier fanden wir das wohl beste Bed & Breakfast der gesamten Reise. Hier gab es nicht nur freundliche Gastfamilien (wie eigentlich überall), sondern auch selbst geräucherten Lachs zum Frühstück, hausgemachte Konfitüre. Nach all diesen schottischen Frühstücken, eine mehr als willkommene Abwechslung.
Der Name dieses B&B lautet Woodlands Inn. Es ist zu beachten, dass dieses B&B erst ab Juni geöffnet hat. Ullapool selbst ist nun deutlich touristischer als bisherige Dörfer. Viel zu erzählen gibt es darüber nicht, denn besonders schön ist das Dorf an und für sich nicht. Trotzdem entschieden wir uns hier zwei Tage zu bleiben, wovon wir einen zum gepflegten Nichtstun nutzen und das Auto keinen Zentimeter bewegten.

So schön Schottland auch war, langsam hing mir dieses Essen etwas zum Hals raus. Schade, dass Gemüse hier so stiefmütterlich behandelt wird.
Wie auch immer, eigentlich wollten wir einen Ausflug zu den Sister Island unternehmen, da man dort, wenn man Glück hat Robben sehen kann. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit und der Wind war zu stark, so dass der Ausflug buchstäblich ins Wasser fiel.

Nass

Nach zwei Tagen Ullapool ging es weiter Richtung Süden. Allerdings mit einem kleinen Umweg über Applecross einer kleinen Siedlung, die nur über sogenannte Single Road Tracks erreichbar war (damit hatten wir ja schon genug Erfahrung sammeln können).
Nach einer langen und tristen, verregnten Fahrt, erreichten wir Fort Williams, gemäss verschiedenen Quellen, ein sehr touristischer Ort. Fort Williams liegt sehr nahe am höchsten Berg Schottlands, dem Ben Nevis, und besitzt eine gleichnamige Destillerie. Nachdem wir eine Bleibe gefunden hatten, konnten wir uns davon überzeugen, dass Fort Williams mit Abstand der unschönste und langweiligste Ort unserer gesamten Reise war. Dafür, dass es hier anscheinend so touristisch sein sollte, war die Stadt erstaunlich ausgestorben, die Läden um 17:00 bereits alle geschlossen und die Bedienung im Pub hätte im Duden beim Wort “Desinteresse” als Beispiel genannt werden können.

Wie auch immer, wir fuhren am nächsten Tag noch kurz zum Fusse des Ben Nevis. Für eine Wanderung bei diesem Wetter waren wir leider nur ungenügend ausgesrüstet und so, ging es nach einigen Fotos, weiter Richtung Oban.

Vogel

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Schottlandreise 5/8

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Nachden beiden Destilleriebesichtigungen ging es nach Craigellaiche, um eine Bleibe zu suchen.
Warum Craigellaiche?
Weil da das Highlander Inn liegt, welches uns wärmstens empfohlen wurde. Von Craigellaiche selbst sahen wir nicht viel, aber auch hier findet man eine Destillerie, welche nach dem Dorf benannt ist. Ansonsten ist noch zu erwähnen, dass es keinen Bankomat gibt ;)

Das Essen im Highlander war ok und die Whisky-Karte wirklich sehr umfangreich.

Nach diesen Tagen in der Speyside machten wir uns auf nach Wick, welches ganz im Nordosten Schottlands liegt. Als gute Touristen mussten wir natürlich einen Abstecher nach Loch Ness machen. Allerdings nur einen kleinen.

Unterwegs, hinauf an der Ostküste entlang bis nach Wick, trifft man auf zahlreiche Destillerien. Darunter auch Glenmorangie oder Dalmore. Wick selbst ist eine hübsche, kleine Hafenstadt, welche wie soviele anderen Dörfer/Städte eine eigene Destillerie besitzt: Old Pulteny, welche beim Bartenders-Lab bereits vorgestellt wurde. Wir besuchten die Destillerie leider nicht, da wir relativ spät am Nachmittag ankamen und am nächsten Tag relativ früh wieder abreisten.

Hafen von Wick

Meer Wick

Erwähnenswert ist in Wick das Pub “Alexander Bain”, ein eigentlich relativ unspektakuläres, wenn auch grosses Pub, wären da nicht die Preise und die Whiskyauswahl. Wer auf eine schöne Atmosphäre verzichten kann und für wenig Geld viel Whisky ausprobieren will, ist hier genau richtig.

Am nächsten Tag ging es weiter: Ziel irgendwas an der Nordküste. Doch zuerst besuchten wir den nördlichsten Punkt des schottischen Festlands, Dunnet Head. Der Aussichtspunkt wird von einer Leuchtturmanlage dominiert, welche direkt an die steile Klippe gebaut wurde. Leider schlug das Wetter ab diesem Tag um und Regen war von da an die vorherrschende Wetterlage.

Dunnet Head Leuchtturm

Nach Dunnet Head fuhren wir der gesamten Nordküste entlang, über Thurso, Bettyhill, vorbei an sehr mediterran anmutenden Ständen bis nach Tongue, wo wir uns eigentlich einquartieren wollten. Betonung auf “wollten”, den hier war, trotz Nebensaison, bereits alles besetzt. Also mussten wir wohl oder übel weiterfahren bis nach Durness. Hier eine bleiben finden, gestaltete sich allerdings nicht wirklich einfacher, deshalb mein Tipp: Unterkünfte an der Nordküste im Voraus buchen.

Strand

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