Ich freue mich ankündigen zu dürfen, dass Swisscocktailblog.ch Zuwachs bekommt und begrüsse den neuen Autor Orlando ganz herzlich an Board.
Sein erster Beitrag sowie eine kleine Vorstellung seinerseits folgt in den nächsten Tagen und auch ich werde mich wieder verstärkt dem Blog widmen.
So, in der Kürze liegt bekanntlich die Würze… Auf weitere spannende Beiträge!
Es ist August!
Und wie ich im März dieses Jahres angekündigt habe, ist swisscocktailblog somit wieder aktiv. Es war eine intensive und ereignisreiche Zeit (die letzten paar Monate des Jahres dürfen gerne etwas ruhiger sein ) während derer ich mich kaum um Cocktails oder Spirituosen gekümmert habe. Das soll sich nun natürlich wieder ändern, schliesslich benötige ich ja Material mit welchem ich diesen Blog füllen kann.
Ich denke die Postfrequenz wird in etwa gleich bleiben, da ich neben dem Blog auch noch weitere Projekte plane und durchführe, welche nicht unbedingt mit den Themen dieses Blogs verwandt sind und mir ebenfalls am Herzen liegen. Zu gegebener Zeit gibt es dazu sicherlich den einen oder anderen Post hier
Aber zurück zum heutigen Post für welchen wir das Thema Cocktails kurz verlassen, um über Musik dann wieder in beziehungsweise an der Bar zu landen. Denn heute geht es um eine Dame, deren Musik sehr gut als Untermalung einer schönen Bar passt (natürlich nicht nur dort, dafür ist Vienna Teng zu talentiert, aber irgendwie muss das Ganze ja noch einen Bezug zu den Kernthemen des Blogs haben).
Vienna Teng
Vienna Teng wurde im Jahre 1978 in Kalifornien als Kind taiwanesischer Einwanderer geboren. Ihr richtiger Name lautet Cynthia Yih Shih, Vienna Teng, ihr Künstlername, bezieht sich auf die klassische Musik der gleichnamigen österreichischen Hauptstadt Wien (Vienna/Wien).
Sie gilt gemeinhin als Singer/Songwriterin (was auch bedeutet, dass sie ihre Musik und Text grösstenteils selber schreibt) und ihre zumeist ruhige Musik beinhaltet Einflüsse aus dem Jazz, Pop, Folk aber auch A-Cappella. Typisch für ihre Musik ist auch das ruhige Piano, dass sie selbst spielt, welches sehr viele ihrer Lieder begleitet. In meinen Augen sind es gerade diese ruhigen, klavierlastigen Stücke, welche, unterstützt durch ihre tolle Stimme, die Musik so grossartig machen. Auf ihren neuren Alben finden sich dann aber auch Stücke mit E-Gitarre.
Vienna Teng begeisterte sich seit frühester Kindheit für Musik und lernte früh Klavierspielen und nahm für kurze Zeit Gesangsunterricht, bis sie zur Einsicht kam, dass sie keine Lust verspürte, Geld auszugeben, um sich dann von einem Lehrer sagen zu lassen, was sie alles falsch machte. So blieb sie Autodidaktin und brachte sich das Singen ganz nach dem Motto Learning-By-Doing bei. Vor allem die Live-Auftritte lernten Vienna Tang ihre Stimme als Instrument zu nutzen.
Die Karriere
Bevor Vienna Teng sich vollends der Musik verschrieb, mache sie im Jahr 2000 an der Stanford Unversity ihren Abschluss in Computerwissenschaften, gemäss eigener Aussage, mehr aus einem Versprechen gegenüber ihren Eltern, wenigstens einen richtigen Beruf auszuprobieren. Sie wusste schon damals, dass sie keine Karriere in dieser Berufssparte machen wollte. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete Teng zwei Jahre lang als Programmiererin bei Cisco Systems in Sillicon Valley bis sie 2002 diesen Job hinschmiss um sich ganz der Musik zu widmen. Im selben Jahr unterschrieb sie einen Vertrag bei Virt Records und veröffentlichte mit Waking Hours ihr erstes Album, welches viele Songs enthielt, die sie noch während ihrer Studienzeit schrieb. Mittlerweile nahm Vienna Teng bereits 4 Alben auf tourte unter anderem mit Joan Baez oder Marc Cohn. Sie ist öfters in Deutschland unterwegs und ich empfehle jedem ein Konzert von ihr zu besuchen. In der Schweiz ist sie leider selten unterwegs
Seit diesem Jahr (2011) ist Vienna Teng nicht mehr als Vollzeitmusikern tätig sondern besucht die Unversity of Michigan in Ann Arbor bzw. das dortige Erb Institute for Sustainable Enterprise, was soviel bedeutet, wie (um es in Vienna Tengs Worten auszudrücken)
I’m going to study “green” business—joining the effort to tackle environmental and social issues through for-profit companies
Von Unternehmen ausgelöste ökologische und soziale Probleme lösen (korrigiert mich, falls ich falsch liege)
Als Musikern wird sie uns aber trotzdem erhalten bleiben und das ist auch gut so!
Von melancholisch, nachdenklich bis fröhlich, von sehr “jazzig” bis ruhiges Klavier, Vienna Teng ist vielseitig und ihre Musik ist meiner Meinung einfach toll (für eine Bar aber auch für entspannte, ruhige Momente)
Anspieltipps: Gravity, City Hall, The Tower, Harbor, Anna Rose, Transcontinental 1:30am
Ich habe gemerkt, dass es im Kontaktformular einen Fehler gibt, welcher es mir verunmöglicht mit euch in Kontakt zu treten, wenn ihr das Formular abgeschickt habt. Zwar erhalte ich eure Nachricht, aber leider nicht die Email-Adresse, ergo keine Möglichkeit zu reagieren.
Damit ich euch kontaktieren kann, schickt das Formular nochmals ab oder sendet direkt eine Nachricht an michael[at]swisscocktailblog.ch
Kreative Pause klingt natürlich viel besser, als, “ich muss Prioritäten setzen und der Blog ist nicht an erster Stelle”
Mit einem lachenden und einem weinenden Augen kündige ich also nun eine kreative Pause von swisscocktailblog.ch an.
Aufgrund von beruflichen Veränderungen wird swisscocktailblog.ch bis ca. August 2011 pausieren. Vielleicht schaffe ich es zwischendurch mal ein paar Beiträge oder Kurznachrichten zu verfassen.
Heute möchte ich euch wieder mal einen Cocktail vorstellen. Diesmal eine kleine Eigenkreation, welche ich zum Geburtstag meiner Mutter kreierte.
Das Ziel war ein leichter nur wenig alkoholischer Aperitif, der aber trotzdem aromatisch schmeckt. Da ich vor kurzem Cocktails mit Schaumwein für mich entdeckte (obwohl ich sonst kein grosser Freund, dieser Prickelbrause bin ), war mir klar, dass ich diesmal was mit Prosecco versuchen wollte. Sofort kam mir auch der bekannte Aperitif Cynar in den Sinn, welchen ich pur sehr gerne mag und schon lange mal in einem Drink vermixen wollte. Um die Frucht des Schaumweins zu unterstützen, griff ich zum Lantenhammer Williamslikör, einem, meiner Meinung nach, fantastischem Produkt, welches ein geniales Fruchtaroma transportiert. So entstand folgender Cocktail
5 Decades
3cl Lantenhammer Williamslikör
1.6cl Cynar
0.6cl Zitronensaft
1 Dash Angostura Bitters
Prosecco
Das ganze auf Eis rühren, in ein Champagnerglas geben und mit Prosecco auffüllen. Als Prosecco verwendete ich einen Extra Dry von Raphael Dalbo (gibt es im Coop für 13.90 CHF). Zum Schluss noch 1 bis 2 Tropfen Angostura über den Drink träufeln. Das gibt ihm eine wunderbare, aromatische Duftnote. Ingesamt ist der Cocktail eher auf der herben, aromatischen Seite. Mehr Cynar oder Angostura Bitters würde ich nicht verwenden, da sonst sowohl Williams als auch der Prosecco völlig untergehen. Da der Williamslikör selbst eine sehr ausgeprägte Süsse mit sich bringt, brachte ich den Zitronensaft ein, um diese Süsse etwas zu korrigieren. Natürlich hätte ich einen Williamsbrand verwenden können, der weitaus weniger Süss ist, als ein Likör. Aber ich wollte, dass der Cocktail nicht zuviel Alkohol besitzt.
Mike Meinke, Inhaber der Triobar, hat im Zuge eines Projektes (Kinder besuchen Eltern am Arbeitsplatz) eine Gruppe Kinder in seine Bar eingeladen, um ihnen seinen Arbeitsplatz zu zeigen. Selbstverständlich ohne Alkohol.
Nachdem The Bitter Truth Produkte nun schon einige Zeit verfügbar sind, hat sich das Cocktail-Bitters Angebot in letzter Zeit erfreulicherweise noch weiter entwickelt.
Mittlerweile findet man auch Bitters der Firma Fee Brothers oder diejenigen von Adam Elmegirab.
Darunter eher ungewöhnliche Bitters wie Peach Bitters, Amargo Chuncho, Mint Bitters oder Boker’s Bitters.
The Bitter Truth Produkte sind mittlerweile gut erhältlich, die anderen Bitters findet man bei casadeltequila.ch
Die Destillerie Hollen brannte 1999, kurz nachdem das Brennen von Getreide legalisiert wurde, als erste Brennerei der Schweiz Single Malt. Ernst Bader und seine Familie konnten dabei von einer grossen Erfahrung als Brenner von Obstbränden profitieren. Allerdings hatte Ernst Bader bis zu dieser Zeit nur theoretisches Wissen über Whisky. Seinen ersten Single Malt, einen Glenfiddich 12y, bekam er am selben Tag geschenkt, als er das erste Mal seinen eigenen Whisky brannte. Wie die meisten Whiskys der Schweiz wird der Hollen Single Malt in einer Kolonen-Destille gebrannt. Im Falle von Hollen gleich dreimal (schottische Whiskys werden, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nur zweimal destilliert). Mittlerweile werkelt der Pionier Bader bereits seit über 10 Jahren an seinem Whisky und hat mit seiner 10 Jahre alten Jubiläumsabfüllung sicherlich einen der ältesten Whiskys der Schweiz im Portfolio.
Als Fässer kommen französische Weiss (Chardonnay)- und Rotweinfässer zum Einsatz, wobei man seit kurzem dabei ist, mit amerikanischer Eiche zu experimentieren. Wer mehr über die Destillerie Hollen erfahren will, liest sich am besten den ausführlichen Bericht über die Brennerei durch.
Der heutige Whisky ist im Weissweinfass ausgebaut und mit 51.5% in Fassstärke abgefüllt. Der Whisky reifte 7 Jahre (auf der Website ist jeweils von 3 oder 7 Jahre die Rede, gemäss meinem Besuch sollte es sich hier aber um eine 7 Jahre alte Abfüllung handeln). Kostenpunkt: hohe 95 CHF inklusive Versand.
Tastingfläschchen mit Hollen Single Malt
Tastingnotizen
Nase
trockenes Holz, Tabak, Leder, etwas Pflaume, leichte Würze, z.t. leichte Noten wie Noilly Prat
Gaumen
wieder trockenes Holz, Cerealien, leichte Schärfe, ölig, leicht Tabak, Trockenfrüchte
Abgang
wärmend, dann lange nichts, am Schluss wieder Tabak
Diesem Whisky muss man unbedingt Zeit lassen!
Trinkt man ihn kurz nach dem Einschenken, schmeckt er eher eindimensional und vor allem scharf. Mit der Zeit legt sich aber die Schärfe und man bekommt ein interessantes Produkt geboten.
Die Nase war von Beginn weg sehr interessant, aber auch ziemlich schwierig einzuordnen. Was sofort auffällt ist die sehr trockene Holznote. Aber auch Gerüche die an Noilly Prat und Lillet Blanc erinnern, kommen zum Vorschein. Steht der Whisky dann etwas länger, dominieren die Holz- und würzigen Tabaknoten. Im Gaumen macht sich ebenfalls zuerst das Holz, gepart mit einer Getreidenote, bemerkbar. Trinkt man ihn zu früh, zerstört die Schärfe leider den Trinkgenuss, deshalb nochmals: Etwas stehen lassen. Dann wird man nämlich wiederum einer interessanten Tabaknote, einer schweren Süsse und Trockenfrüchten belohnt.
Auch der Abgang ist speziell. Zuerst eine nicht unangenehme, wärmende Schärfe. Dann sehr lange gar nichts, es macht sich bereits Enttäuschung breit über den kurzen Abgang. Aber der Brand meldet sich mit einer tollen Tabaknote zurück, die auch einige Zeit anhält.
Mir gefällt der Hollen Single Malt, ein interessanter Vertreter des “Lebenswasser”, welcher meiner Meinung nach auch mit seinen schottischen Brüdern mithalten kann.
Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Preis.
Nadja Öhrlein vom Informationsbüro deutsche Weine erzählt in einem Interview mit dem zueritipp über Vorurteile gegenüber deutsche Weine.
Ich kenn zwar keine deutschen Rotweine, aber gegen ein breiteres Angebot an deutschem Riesling hätte ich absolut nichts. Coop bietet z.b. gerade mal zwei verschiedene Abfüllungen desselben Herstellers an und in Restaurants ist es ebenfalls schwierig Riesling zu finden.
Ich will mehr Riesling!
Nachdem nun Fentimans Produkte in der Schweiz seit einiger Zeit erhältlich sind, findet man nun auch Fever Tree Tonic und Bitter Lemon. Und zwar bei ullrich.ch.
Wie die Fentimans Produkte sind sie im Gebinde à 24 Flaschen erhältlich.
Nadja Öhrlein vom Informationsbüro deutsche Weine erzählt in einem Interview mit dem zueritipp über Vorurteile gegenüber deutsche Weine. Ich kenn [...]
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