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  • Author: Michael
  • Published: Jun 5th, 2009
  • Category: Events
  • Comments: 3

Schottlandreise 3/8

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So, nachdem ich mich wieder erhohlt habe vom C&D Community-Treff, geht es hier auch wieder weiter :)

Und zwar mit einem Bericht über die Benriach Destillerie, einer eher kleinen Destillerie, welche sich wie Aberlour in der Speyside befindet. Genauer zwischen Charleston-of-Aberlour und Elgin.

Gegründet wurde Benriach 1898 von der Familie Grant (einige Quellen nennen einen gewissen John Duff).
Doch bereits 1900 musste die Destillerie aufgrund des sogenannten Pattisson-Crash wieder schliessen.

Die Gebrüder Pattison waren zu dieser Zeit die grössten Abnehmer von Whisky und sie waren Teilhaber von Oban, Glenfarclas und einigen anderen Brennereien. Ihr ganzes Vermögen baute allerdings auf fast komplett auf Krediten auf. Zwar war dieses Risiko einigen Leuten bekannt, doch interessierte es niemanden, die Aussichten auf noch mehr Reichtum waren zu verlockend. In den 1890er Jahren wurden über 30 Destillerien in der Speyside erbaut, es wurde im Überfluss produziert. 1898 folgte der Crash, viele Destillerien mussten in Folge dessen schliessen, darunter auch Benriach. (weitergehende Informationen zum Pattison-Crash findet ihr bei der Scotch Malt Whisky Society)

Es dauerte bis 1965 bis Benriach von Glenlivet Distillers Ltd wieder eröffnet und aufgebaut wurde. 1978  ging Benriach in den Besitz von Seagrams über.

Ab 1983 produzierte Benriach einen stark getorften Malt, da Seagrams keinen Islay Malt in ihrem Portofolio hatten, aber einen getorften Whisky für ihren Blend benötigten.

Nach über 100 Jahren wurden 1999 die Mälzerei geschlossen. Sie ist allerdings immer noch intakt und anscheinend plant man, sie wieder zu reaktivieren. Zumindest war dies die Aussage unseres Führers.

Nachdem 2001 Pernot Ricard Seagrams übernahm, dauerte es nur gerade ein knappes Jahr bis Benriach erneut geschlossen wurde. Erst im Jahr 2004 wurde sie von einen unabhängigen Konsortium bestehend aus drei Partnern, Billy Walker,  Geoff Bell und Wayne Keiswetter (beide aus Südafrika) und ist bis heute unabhängig.

Der Besuch

Das Portfolio von Benriach ist zum umfangreich um es hier vorzustellen, deshalb verlinke ich auf deren Homepage.

Wir haben die Brennerei am selben Tag wie Aberlour besucht. Allerdings hatten wir uns hier bereits telefonisch angemeldet. Was eigentlich Pflicht ist, denn Benriach bietet keine offiziellen Führungen an. Deshalb konnten wir die Destillerie erst nach Arbeitsschluss  besichtigen.

Die Destillerie ist weitgehend nicht computerisiert und wird trotzdem nur von wenigen Leuten bewirtschaftet. Gemäss Stuart (verzeih mir, wenn dies nicht der richtige Name ist, ich bin mir nicht mehr sicher ;) ), unserem Guide, ist eine Person für das Brennen, das Maischen und die Gärung zuständig.

Im Gegensatz zu Aberlour war es hier kein Problem überall und alles zu fotographieren.


Maischbottich bei Benriach

Gär-Tanks

Benriach besitzt zwei Spirit-Stills und zwei Wash-Stills

Spiritsafe

Nachdem wir die Brennerei besichtigt und etwas Feinbrand verkostet hatten (unser Guide natürlich auch, war ja schliesslich Arbeitsschluss), ging es weiter zum Warehouse.

Warehouse

Hier konnten wir noch verschiedene Whiskys verkosten. Zum einen ein Whisky, welcher erst drei Jahre im Bourbonfass lag, aber schon erstaunlich mild war, weiters eine Whisky mit Portwein-Finish, sowie einen ca. 30 Jährigen ebenfalls aus dem Bourbonfass.

Zum Schluss besuchten wir noch das “Besucherzentrum” und verkosteten dort noch einige Abfüllungen. Bereits zum zweiten Mal war ich froh, dass ich nicht fahren musste ;)

Doch wie war eigentlich die Führung?
Mit einem Wort: Genial!

Im Gegensatz zu Aberlour oder der dritten Destillerie, welche ich noch vorstellen werde, merkte mann, dass es hier nicht so touristisch war. Die ganze Brennerei wirkte, wie soll ich sagen, authentisch und sympathisch, da wurde nichts für Touristen hergerichtet, es ist einfach eine Brennerei, die man besichtigen kann. Stuarts Erklärungen waren fantastisch, auch wenn man sich sehr konzentrieren musste, um ihm zu folgen. Die Verkosten sehr umfangreich und der ganze Spass hätte nichts gekostet!

Als wir Stuart 20 Pfund für die Führung anboten (das war sie definitiv wert), lehnte er zuerst ab, aber nach etwas Überzeugungsarbeit, nahm er sie an und meinte, dass er sie einem Mitarbeiter gäbe der immer einem sozialen Hilfswerk Geld spendete. Unheimlich sympathisch.

Kurz: Wer die Speyside besucht und an Whisky interessiert ist, sollte den Besuch bei Benriach einplanen. Es lohnt sich!

Zu den Whiskys kann ich leider (noch) nichts sagen, da ich mir keine Notizen machte. Wenn mich mein werter Mitreisender aber lässt ;) , werde ich bei ihm mal den 21 jährigen peated Benriach verkosten und berichten.



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3 Responses to “Schottlandreise 3/8”


  1. bierzwaerg
    on Jun 5th, 2009
    @ 9:53 pm

    hehe, häsch hofnigä? :D
    neinei, wot ja nöd so sii, er warted zum mal wieder probiert zwärdä…

    mhhhh… benriach :)


  2. Michael
    on Jun 5th, 2009
    @ 10:18 pm

    Nei ich han denkt, ich chume eifach binere nacht und nebel aktion verbi und stillen ;)


  3. Cocktails Old Fashioned » Blog Archive » Webweites #4 - Thought’s of a mixology novice
    on Jun 16th, 2009
    @ 4:00 pm

    [...] Schottlandreise Teil 3/8 [...]

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