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neue Version der BarMix Software

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Viele von euch kennen sicherlich die freie Software “Barmix” von Mario Trefz. Barmix ist eine umfangreiche Software, welche zur Rezepte und Spirituosenverwaltung verwendet kann.

Eigentlich ist die Entwicklung von Barmix abgeschlossen, aber bisher war es nicht möglich, konkrete Produkte zu verrechnen, wenn man bei einem Rezept eine Spirituosenkategorie als Zutat verwendet. Als Beispiel soll der Negroni dienen, welcher Gin, roten Wermut und Campari beinhaltet. Die meisten von euch, werden in diesem Rezept keinen konkreten Gin angeben, sondern die Spirituosenkategorie “Gin”.  In diesem Fall wurde jeweils der Durchschnittspreis der Kategorie Gin zur Berechnung des Warenwerts verwendet.
Mit der Frage, ob es möglich sei, konkrete Produkte zu verrechnen, trat ich an Mario Trefz heran, der aufgrund meiner Frage eine neue Version von Barmix erstellte, in welcher man beim Hinzufügen eines Cocktails zu einer Rechnung wie beim abziehen vom Vorrat, ein konkretes Produkt verrechnen kann. Das heisst: ich kann beim Rezept z.b. Gin im Rezept angeben, aber beim Verrechnen ein konkretes Produkt wie z.b. Tanqueray verwenden.

Als kleines Schmankerl können neu auch andere Währungen als Euro für Rechnungen verwendet werden. Um von diesem Feature zu profitieren, muss die jeweilige Rechnung dafür präpariert werden (Rechnung auswählen -> Einstellungen)

Beträge von Rechnungspositionen werden normalerweise einmalig, bei ihrer Erstellung ermittelt. Dabei wird bei Mixgetränken mit abstrakten Zutaten wie z.B. Gin immer nach der konkret verwendeten Sorte gefragt, um deren individuellen Preis zu verrechnen.
Das Kontrollkästchen aktiviert die dynamische Berechnung aus den aktuellen Preisen des Artikels oder Mixgetränkes. Für abstrakte Zutaten von Mixgetränken wird dann ein durchschnittlicher Preis aller im Ordner enthaltenen Artikel verwendet. Außerdem können sich Rechnungsbeträge bei aktualisierten Artikelpreisen nachträglich ändern!

Die Einstellung gilt zunächst als Vorgabe für alle Rechnungspositionen, die später eingefügt werden. Wird die Option geändert, können die bereits enthaltenen Rechnungspositionen angepasst werden, obwohl dies nicht zwingend erfoderlich ist, denn jeder Rechnungsposition verfügt über eine individuelle Einstellung. Eine Mischung beider Varianten in einer Rechnung ist also möglich.

Quelle: Barmix Hilfe

FĂĽr weitere Infos schaut euch Barmix’ Changelog oder die Hilfe (F1) an.
Ich empfehle jedem zu einem Update.

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Besuch bei Heiner’s Destillate

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Heiners Destillate GmbH wird vom Ehepaar Heiner seit 2005 in Oberwil bei Zug gefĂĽhrt.
Thomas Heiner hat eigentlich Landwirt gelernt und war einige Zeit im Obst- und Weinbau tätig.
Nachdem er eine weitere Ausbildung zum Weintechnologen abgeschlossen hatte und bei einer Brennerei als Brennmeister arbeitete, entschloss er sich 2005 selbst unter die Brenner zu gehen und Heiners Destillate zu grĂĽnden.

Angefangen hatte man damals mit sechs verschiedenen, klassischen Bränden wie zum Beispiel Williams und Kirsch. Mittlerweile umfasst das Portfolio 48 verschiedene Produkte, darunter auch Exoten wie Vogelbeere oder Lorbeerkirsch. Ein Ende der Produktevielfalt scheint noch nicht in Sicht, den bereits während dieser Bericht geschrieben wird, wird bereits am nächsten Streich, einem Papayabrand aus Schweizer Papayas, getüftelt und ich vermute, dass dies bei weitem nicht das letzte Produkt sein wird, welches die Heiners auf den Markt bringen.

Anders als andere Betriebe, arbeiten Heiners nicht hauptberuflich als Brenner, sondern haben sich nebenberuflich einen Traum erfüllt. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man nicht von der Herstellung von Obstbränden abhängig ist, worüber Familie Heiner im Moment auch durchaus froh ist. Die Zeiten für Obstbrenner waren auch schon besser, was auch durch die jüngste Statistik des EAV ersichtlich.

frischer Honigbrand fliesst aus der Destillerie

Etwas von der Strasse nach hinten versetzt, in der Nähe des Bahnhofes von Zug (ZG) bei der Wirtschaft Brandenberg, befindet sich mein Ziel:  Brennerei Brandenberg, welcher die Heiners mit moderner Technik neues Leben einhauchen. Von aussen eigentlich nicht als solche zu erkennen, liegt sie da und es herrschte schon reges Treiben vor und im Raum der Destillerie, den schliesslich war dies die  Einweihung der neuen Destillerie.

Als ich eintraf, wurde gerade ein Honigbrand destilliert. Thomas Heiner überprüfte zwischendurch olfaktorisch, ob der Vorlauf bereits fertig ist. Der Brand floss als sehr kleines Rinnsal in den dafür bereitgestellten Behälter und bereits da merkte man schnell: Hier wird wert auf Handarbeit und Qualität, nicht auf Quantität gelegt.

Bisher brannte Thomas Heiner seine Destillate zwar selbst aber mangels eigener Destillerie in einem fremden Brennereibetrieb. Der Betreiber dieser Brennerei ging aber von kurzem in Pension und Thomas Heiner nutzte diese Gelegenheit, um eine eigene Destille zu erstehen und in Betrieb zu nehmen.
Bei dieser Destille handelt es sich um eine relative kleine Kolonnendestille, welche maximal 50kg Material brennen kann.
Im Destillierraum befanden sich neben der Destillerie, welche man auch von ganz nahe betrachten konnte, zwei Tische auf welchen Riechproben der verschiedenen Produkte von Heiners Destillate angeboten wurde, welche man  auch erwerben oder verkosten konnte. Dazu wurden leckere Häppchen serviert.

Die Qualität und der Preis

Die neue Destillerie spart nicht an moderner Technik

Thomas Heiner legt viel Wert auf qualitativ hochwertige Grundstoffe und versucht möglichst alle Zutaten aus der Schweiz zu beziehen. Qualität hat wie der Volksmund so schön sagt, seinen Preis. Gerade in der Schweiz, welche als teures Land bekannt ist, bekommt das nicht nur der Endverbraucher, sondern auch der Produzent von Obstbränden zu spüren, denn natürlich will dieser kein Verlustgeschäft machen und muss die bereits hohen Einkaufspreise dem Konsumenten weiter verrechnen. Dieser wiederum möchte möglichst viel Qualität zu möglichst kleinem Preis. Wie bereits auch aus anderen Bereichen wie Elektronik etc. bekannt, gewinnt oft der kleine Preis.

Dieser Balanceakt zwischen Kosten und Qualität sei nicht einfach, erklärt mir Thomas Heiner.
Was die Problematik bezüglich Qualität angeht, liegen Obstbrände beziehungsweise wohl alle Spirituosen und Cocktails sehr nahe beieinander wie wir im Gespräch feststellen. Viele Leute haben keine wirkliche Vorstellung von Qualität und sind oftmals mit mangelnder Qualität zufrieden, sei es nun irgendein minderwertiger Kirsch oder ein verpanschter Mai Tai

Viele Konsumenten seien nämlich erstaunt, wie ein Kirsch tatsächlich schmecken kann, da sie sich vor allem industriell gefertigte Produkte gewohnt sind, stellt Thomas Heiner fest.

Klein aber fein

Wenn Wildfrüchte geerntet werden müssen, packt sogar die ganze Familie an und macht sich auf in den Wald um diese Früchte zu ernten, was natürlich eine zeitaufwändige Arbeit ist, einerseits weil diese natürlich nicht irgendwo schön auf einem Feld wachsen, andererseits, weil Wildfrüchte tendenziell einen tiefen Zuckergehalt aufweisen und der Ertrag an reinem Alkohol pro Kg mit ca. 2-3% einiges tiefer als beispielsweise bei Kirschen ist. Somit benötigt man auch weitaus mehr Früchte.

Familie Heiner erledigt alle Arbeitsschritte bis hin zur Etikettierung selbst und kann dabei glĂĽcklicherweise auch auf

Einblicke in die Destillerie

Einblicke in die Destillerie

Freunde und Bekannte zählen, die tatkräftig anpacken. Denn obwohl Heiners Destillate kleine Chargen ihrer Produkte herstellt, die Chargen reichen von 10 Flaschen à 10cl bei der roten Heckenkirsche bis etwas über 200 Flaschen bei der Weichselkirsche, ist der Aufwand bis zum Endprodukt nicht zu unterschätzen.

Auf die Frage, wie man denn darauf kommt Honig oder spezielle Früchte wie Vogelbeere zu destillieren, meinte Thomas Heiner, dass, wenn er auf ein interessantes Produkt stösst, wissen will wie es in einem Brand schmeckt. Was dann dazu führt, dass sich mit dem Kirschlorbeer auch eine eigentlich giftige Frucht im Portfolio befindet.

Neben dem Produkte welche Heiner selber brennt, befinden sich auch einige interessante Produkte der sogenannten Brennergemeinschaft, der DBG im Angebot. Die DBG ist ein Verbund von Landwirten, Brennern und Liebhabern von Obstbränden. Diese nichtkommerziell ausgerichtete Gemeinschaft trifft sich einige Male im Jahr und kreiert zusammen neue, interessante Produkte abseits von Obstbränden. Wobei „abseits“ nicht ganz richtig ist, denn die Basis all dieser Destillate ist immer Kirsch. So entsteht dann SchoKi, ein Schokoladengeist mit Maracaibo Schokolade, destilliert, ein ungewöhnlicher, sehr floraler Gin oder ein Absinth mit intensiven Fenchelnoten und 70% Alkohol.

Nach interessanten Gesprächen und spannenden Einblicken in die Produkte und Philosophie von Heiners Destillate machte ich mich wieder auf den Heimweg.
Heiners sind immer Montags oder nach telefonischer Vereinbarung in der Brennerei anwesend.

Zum Schluss natĂĽrlich noch das Interview, welches ich mit Thomas Heiner per Email gefĂĽhrt habe.

Interview

Wie bist du dazu gekommen Obstbrände herzustellen?

Meine Ausbildungen zum Landwirt und Weintechnologe haben mich dazu bewogen, Obst zu Edelbränden umzuwandeln.

Was fasziniert dich am Brennen?

Die Herstellung von neuen Bränden, sowie das Abwarten auf die ersten Tropfen, die mir verraten, ob das Destillat so wird, wie ich mir das vorstelle.

Bist du der Meinung, dass lokale Produkte in der Schweiz die Aufmerksamkeit erfahren, welche sie verdient haben?

Nein

Was sind deiner Meinung nach die GrĂĽnde?

Erstens gibt es noch zu viele schlechte Produkte auf dem Markt. Zweitens sind die Verarbeitungs- u. Früchtekosten, sowie Steuern in der Schweiz höher als im Ausland, so dass die Produkte im Vergleich zum Ausland viel mehr kosten.

Kannst du dir vorstellen hauptberuflich Obstbrände herzustellen?

Das ist mein Ziel.

Du hast dich entschieden kleine Chargen deiner Produkte anzubieten. Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt grössere Chargen herzustellen?

Ja auf jeden Fall, wenn die Nachfrage dafĂĽr da ist.

Wie kommst du auf die z.t. doch ausgefallenen Grundstoffe wie z.B. Vogelbeeren, Mispel, Rote Heckenkirsche, etc.?

Es ist meine Leidenschaft aus jeder Frucht oder Wildfrucht das Aroma in flĂĽssiger Form einzufangen. Zudem haben unsere Vorfahren schon WildfrĂĽchte gesammelt und verarbeitet. Wir haben verlernt mit diesen Kostbarkeiten etwas herzustellen.

Wie gehst du jeweils vor, wenn du ein interessantes Obst/interessante Frucht gefunden hast?

Ich probiere (esse)diese Frucht zuerst, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Zudem suche ich Literatur zu dieser Frucht um mich mit der Zusammensetzung (Inhaltsstoffen) vertraut zu machen. Danach wird die Frucht verarbeitet.

Welches Produkt würdest du jemanden empfehlen, der keinerlei Erfahrung mit Obstbränden hat?

Ich würde der Person einen Edelbrand empfehlen von dem er/sie auch die Frucht kennt. Auf den Punkt gebracht: etwas Klassisches (Kirsch, Williams, Traubenbrände, ect.). Wildfruchtbrände empfehle ich, wenn jemand etwas Neues bzw. etwas Spezielles kennen lernen will.

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Der Tod der Happy Hour?

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Sucht Info Schweiz zumindest fordert die Abschaffung sogenannter Lockvogelangeboten, welche z.b. Vergünstigungen bei alkoholischen Getränken anbeiten.
Zwar wurden diesen Lockvogelangeboten mit dem neuen Alkoholgesetzt, welches sich zur Zeit in der Vernehmlassung befindet, bereits strengeren Auflagen unterworfen und Lockvogelangebote mit Spirituosen sind bereits verboten, dies geht den Suchtexperten aber zu wenig weit und sie fordern eine Ausweitung dieser Regelung auf Wein und Bier.
Quelle: 20min Online

Einerseits ein berechtigter Einwand seitens der Kritiker, ist doch das Bier gerade bei Coop und Co. sehr billig zu haben. Auch das Prinzip der Happy Hour in der Gastronomie gilt es zu hinterfragen, zielt diese doch explizit auf den erhöhten Alkoholkonsum der Gäste ab. Der Genuss wird dabei in den Hintergrund gerückt, was zählt sind die Promillen. Insofern kann ich diese Forderung unterstützen. Alkohol sollte ein Genuss- und kein Rauschmittel sein. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob solche Verbote tatsächlich etwas nützen. Die Prohibition hat deutlich gezeigt, dass eine Überregulierung eher das Gegenteilige bewirkt, da die Leute sich einfach in die Illegalität begaben und Alkohol zweifelhafter Qualität konsumierten, was schwere gesundheitliche Konsequenzen haben konnte.

Desweiteren dürfte es, geht es nach Sucht Info Schweiz, auch keine Angebote mit Gratisgläsern o.ä. mehr geben. Ein Whisky mit einem Nosingglas gehörte demnach der Vergangenheit an, auch wenn dieses Angebot wohl von niemanden in Anspruch genommen wird, der sich mal kurz betrinken wird.

Freunde der gehobenen Trinkkultur tangiert diese Forderung wohl nur sehr am Rande, da Lockvogelangebote mit Spirituosen erstens bereits verboten sind zweitens wohl selten hohe Qualität bieten. Gleiches dürfte hier beim Bier und Wein gelten.

Links:
BVG Entscheid zu Happy Hours und Spirituosen

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Flattr und weitere Dinge

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Nerds und Geeks kennen flattr sicher schon länger, geistert dieser Social Payment Dienst doch bereits seit Anfangs Jahr durchs Internet. Im Moment befindet sich immer noch in der Betaphase.

Jeder angemeldete User definiert einen gewissen monatlichen Betrag (zwischen 2 und 500 100* Euro), den er benutzen kann, um Blogbeiträge etc. andere User zu “flattrn”. Das funktioniert ähnlich wie die “Gefällt mir” Funktion von Facebook.
Am Schluss jedes Monats wird der einbezahlte Beitrag unter allen Usern verteilt, dessen Beiträge man “geflattrt” hat. Umgekehrt erhält man natĂĽrlich auch Geld von anderen Usern. Die Transaktionen werden entweder per paypal oder moneybookers vorgenommen.

Bevor ich jetzt lang und breit erzähle, was andere schon lange getan haben, hier das offizielle Erklärungsvideo von flattr.

Mir ist natĂĽrlich klar, dass ich mit flattr nicht reich werden kann. Das ist aber auch nicht das Ziel.
Vielmehr gefällt mir die Philosophie hinter flattr. Ich kann, muss aber nicht, für einzelne Texte/Bilder etc. Geld bezahlen und so meine Wertschätzung ausdrücken.
Gerade auch in Zeiten in den das Urheberrecht heftig diskutiert wird und eine Reformierung ebendieses immer lauter gefordert wird, könnte das Prinzip von flattr wegweisend oder zumindest ein Fingerzeig in die korrekte Richtung sein.
Einige Musiker haben so bereits ihr Platten finanziert (nicht mit flattr, aber mit diesem Prinzip), was ja ganz erstaunlich ist, wenn man sich das Gejammere der grossen Publisher anhört.

Natürlich werde ich und wohl auch die meisten anderen einen Blog auch nicht nur annäherend finanzieren können mit flattr. Aber ich sehe diese Plattform als eher Experiment an und deshalb findet ihr den flattr-Button unter jedem Beitrag auf swisscocktailblog.ch

Folgende Invite-Codes kann ich euch noch anbieten “dä schnäller isch de gschwinder” ;)

d5296eb1bc3e68898
da9cc089c17d5d0c8
801c1413fc476bf45

Produktesuche

Ich werde die Produktesuche bis auf weiteres einstellen. Der Aufwand ist im Moment einfach zu gross.
Auf smartwine.ch findet ihr aber eine weitere Produktesuche.

*Es sind nur 100 Euro, irgendwie habe ich das was durcheinander gebracht. Man kann maximal 500 Euro pro Ăśberweisung einzahlen Danke an Thilo fĂĽr den Hinweis

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Padovani

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Es gibt Drinks, welche zutatenmässig, im Vergleich zu anderen Cocktails, geradzu bestechend simpel sind. Das heisst nicht, dass sie einfach herzustellen sind oder, dass sie einfach/eindimensional schmecken. Richtig gemacht, ist das Gegenteil der Fall, den gerade die Beschränkung auf wenige Zutaten lässt der Grundspirituose besonders viel Platz zur Entfaltung und erlaubt es dem Gaumen Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkten einfacher zu unterscheiden
Der Gin-Tonic ist ein bekannter Vertreter dieser Gattung und wird von vielen Leuten verwenden, um verschiedene Gins im Cocktail kennenzulernnen.
Die Zutaten dafĂĽr: Gin und Tonic Water.

Kommen wir nun aber zum Kern dieses Beitrags: Der Padovani.
Den Padovani entdeckte ich das erste Mal im Diffords Guide #7. Benannt ist dieser Drink nach Xavier Padovani, einem der Traveling Mixologists und Brand Ambassador von Hendrik’s Gin.

Padovani

Padovani

Im Originalrezept wird nach gleichen Teilen Scotch Whisky und St. Germain Elderflower Liquor. Als Garnitur wird eine Zitronenzeste vorgeschlagen.
Wie bei fast allen Rezepten, welche Scotch Whisky verlangen, wird nicht spezifiert welche Art man damit meint. Passt ein fruchtiger Malt, ein sĂĽsser oder gar ein Rauchiger? Im Difford’s Guide wurden alle Scotch Rezepte mit Famous Grouse Blend gemacht.

Das Rezept liest sich zwar sehr interessant, aber das Verhältnis 1:1 lässt dem Whisky in den meisten Fällen fast keine Chance. Ich persönlich finde, dass ein Verhältnis von 4:1 (Whisky:Likör) ein sehr geeignetes Grundrezept ist. Je nach Whisky kann man den Liköranteil erhöhen oder veringern.
Eine Garnitur wĂĽrde ich weglassen.

Ebenso ersetze ich den Blended Scotch durch Single Malt, was einige Puristen jetzt wahrscheinlich gequält aufstöhnen lassen wird. Aber es muss ja nicht der Nonplusultra Malt für 300 CHF sein.
Es funktioniert auch nicht mit jedem Whisky. Gerade filigrane Whiskys würde ich nicht vermixen, da man hier den Liköranteil so weit reduzieren muss, bis man den Whisky auch pur trinken könnte.

Sehr gut funktioniert der Old Pulteney 12y, für wenig Geld bekommt man hier einen wunderschönen Malt, den ich bereits einmal vorgestellt habe. Im Padovani glänzt er vor allem mit einer schönen Bananennote.  Allgemein gilt: fruchtige Whiskys funktionieren relativ gut.
Auch sherrybetonte Whisky wie ein Mortlach 16 oder ein Bowmore 15 darkest, der auch noch schöne Rauchnoten mit sich bringt, funktionieren hier und ergeben ein eher spezielles Gesamtergebnis. Man sollte sich aber bewusst sein, dass der Sherry bei weitem nicht so präsent sein wird, wie beim Purgenuss. Ich hatte das Gefühl, dass die Sherrynoten besonders empfindlich sind.

Wer jetzt glaubt, dass rauchige Whiskys hier nicht funktionieren (wie ich es zu Beginn tat), täuscht sich gewaltig. Ein Smokehead (was der genau drin hat, weiss ja niemand so genau) macht einen wunderbar rauchigen Padovani, der vom Holunderblütenlikör unterstützt wird. Aber auch ein Laphroaig oder ein Ardbeg werden funktionieren. Laphroaig 10y gehört für mich zu den besten Standardabfüllung.

Wer gerne etwas schweizerisch bleibt, greift zu einem Säntis Single Malt. Hier ist aber Vorsicht mit dem Holunderblütenlikör geboten, da der Whisky (in Bierfässern ausgebaut) selbst schon sehr süss daherkommt.

Obige Whiskys sind natürlich nur Vorschläge, testet einfach selbst.

Hier das Rezept wie ich einen Padovani mache.

  • 4cl Whisky
  • 1cl St. Germain Elderflower Liquor

Im Tumbler aufbauen und verrĂĽhren. Prost!

P.S.
St Germain Likör gibt es bei ullrich.ch oder bei Jelmoli

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Besuch der Holle Destillerie, Lauwil

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Wenn man kurz nach Aarau auf die A2 fährt und Richtung Dietgen wieder verlässt, über beinahe Pass artige Strassen fährt und die Stossdämpfer Wege überlebt haben, dessen Vibrationen man zum Cocktails shaken benutzen könnte, erreicht man das kleine 350-Seelendorf Lauwil im Kanton Basel-Landschaft. Wunderschön eingebettet in grüne Berge und Wälder . Gleich am Dorfanfang zweigt eine kleine Strasse nach rechts ab und führt zum Bauernhof der Familie Bader, welcher gleichzeitig auch der Herstellungsort des ersten Single Malt der Schweiz ist, dem Holle Single Malt.

Als ich beim Hof vorfuhr, wurde ich bereits von Herrn und Frau Bader erwartet und ohne gross um den heissen Brei herumzureden ging es sofort los mit einer FĂĽhrung durch den Betrieb. Los ging es in der eigentlichen Destillerie, welche sich im ehemaligen Kuhstall des Bauernhofs befindet.

Eine Sache von Generationen

Ernst Bader inmitten seines Single Malts

Der Bauernhof wird schon seit Generationen als Familienbetrieb geführt und beinahe ebenso lange währt die Brau- und Brenntradition dieses Hofes. Man produzierte sowohl ein eigenes Bier als auch verschiedene Obstbrände, welche in zwei Destillen produziert wurden, die sich im heutigen Verkaufsraum befanden.

Als 1999 das aus dem 1. Weltkrieg stammenden Gesetz, welches verbot Alkohol aus Grundnahrungsmitteln zu destillieren, fiel, war Ernst Bader, der erste der die Change ergriff und begann Single Malt zu produzieren. Bereits am 1. Juli 1999 floss der erste Whisky aus der Brennerei.

Interessant ist, dass Ernst Bader vor der Inbetriebnahme der Destillerie, noch nie einen Whisky getrunken hatte. Sein gesamtes Wissen um diese Spirituose bezog er aus dem Studium von BĂĽchern. Erst am 1. Juli, dem Tag der Premiere, schenkte ihm seine Tochter einen Glenfiddich 12y. Seine erste Erfahrung mit schottischem Whisky.

Destillieren und Lagern

Destille

Die Destillerie befindet sich in einem ehemaligen Kuhstall

Anders als in Schottland kommt hier keine Pot-Still Destille, sondern einen sogenannte Kolonnendestille der Marke Holstein zum Einsatz, mit welcher neben Whisky auch gleichzeitig Obstbrände destilliert werden. Die Destille fasst ca. 200 Liter und pro Tag können in etwa 1000 Liter Whisky gebrannt werden, wie mir Ernst Bader erklärt.
Geheizt wird die Destille per Wasserdampf, welcher gleich unterhalb des Brennkessels durch Holzfeuer erhitzt wird.
Der Whisky wird wie irische Whiskies oder einige wenige Schottische dreifach destilliert, dies geschieht hier aber, bedingt durch die Bauweise der Destille in einem Schritt, statt in mehreren, wie es beim Pot Still Verfahren der Fall ist.

Neben der Destille befindet sich der sogenannte Mash-Tun oder Maischbottich, in welchem das Malz gemaischt wird, welches Ernst Bader aus Deutschland bezieht. Neben „normalen“ Malz, setzt er auch Rauchmalz ein, welches einen leicht rauchigen Whisky ergibt.
Der New Make sprudelt dann mit etwa 65-70% aus der Destillerie und wird dann im hauseigenen Lager gelagert und primär in Weiss- oder Rotweinfässern ausgebaut.
Seit einiger Zeit experimentiert Ernst Bader ebenfalls mit Bourbon- sowie neuen Fässern aus amerikanischer Eiche.

Da sich die Destillierie weit sĂĽdlicher und höher (fast doppelt zu hoch) ĂĽber Meer als jede Destillerie Schottlands befindet und das Klima dementsprechend anders ist, beträgt der sogenannte Angel’s Share, der Teil, welcher verdunstet, auch mehr, nämlich bis zu 4% pro Jahr (im Vergleich dazu: Schottland ca. 2%).
Dies ist eine nicht unerhebliche Menge an wertvollem Lebenswasser, die da einfach an der Luft verpufft.

Warenlager inklusive "Angel's Share"

Das Lager fasst mittlerweile beinahe 100 Fässern, die meisten davon Rot-und Weissweinfässer aus dem Burgund. In der Mitte des Raumes befindet sich ein kleiner Luftbefeuchter. Dieser sei nötig, weil die Fässer, klimabedingt, immer wieder mal undicht werden und durch die Feuchte wieder „geschlossen“ werden können, wie mir Herr Bader erklärt.

Nach dieser Besichtigung war es Zeit das eigentliche Warehouse zu besuchen, welches sich unterhalb des alten Bauernhauses befindet und über in Stein gehauene Treppenstufen erreichbar ist. Auch wenn dieser Keller im Vergleich zu schottischen Destillieren gerade zu winzig ist, strahlt er doch einen unheimlichen Charme aus, dem man sich kaum entziehen kann. Spätestens hier merkt man, dass Ernst Bader mit ganzem Herzen Brenner ist und selbst viel Spass an seinen Produkte und deren Herstellung hat.

innovativ

Nach den ersten Erfolgen mit seinem ersten Whisky, begann Ernst Bader zu experimentieren und seine Produktpalette auszubauen. Er war halt schon immer risiko- und experimentierfreudig, wie er mir erzählt.

Mittlerweile bietet die Destillerie eine breite Palette an verschiedenen Whiskys an. Neben den bereits erwähnten Rot- und/oder Weisswein Abfüllungen, finden sich auch Abfüllungen welche eine Alterung in neuer amerikanischer Eiche durchlaufen haben. Neben der in der Whisky-Produktion üblichen Gerste, findet man auch einen sehr milden Grain (Weizen) Whisky im Portfolio. Selbst ein dezent rauchiger Single Malt fehlt nicht im Angebot.

Der im Weissweinfass ausgebaute Whisky, lässt sich am ehesten mit einem schottischen Vertreter der Speyside vergleichen. Eher auf der milden Seite mit Tönen von Vanille und natürlich Eiche. Der Rotwein hingegen, verleiht dem Ganzen eine leicht würzige Note.
Das Rauchmalz, welches in einer AbfĂĽllung zum Einsatz kommt, verleiht dem Whisky einen ganz leicht rauchigen Ton, der allerdings weit entfernt vom Rauch der Islay-Whiskys ist.

Auf eines der Produkte werde ich in einem separaten Beitrag eingehen.

Damit sich ein Produkt Single Malt nennen darf, muss es mindestens 3 Jahre gelagert sein. Die meisten Whiskys aus Baders Brennerei werden mittlerweile mit ca. 6 Jahren und mehr verkauft. Die älteste Abfüllungen, eine Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen der Destillerie, ist 10 Jahre alt.
Als besonderes „Schmankerl“ kann man sich die Flaschen auch bemalen lassen.

Interview

Wie versprochen, findet ihr untenstehend das Interview mit Ernst Bader. Bitte teilt mir mit, falls ihr das Interview in Zukunft lieber in einem separaten Post wollt.

Wie sind sie dazu gekommen, Single-Malt zu brennen?

Wir haben bereits frĂĽher Bier gebraut. Die Leute, die bei uns gearbeitet haben, um Obst ernten , wollten einfach zwischendurch etwas Bier trinken.
Zum Whisky kamen wir folgendermassen: Man machte mich darauf aufmerksam: „Schau du machst einen guten Kirsch und einen guten Williams und wenn du das mit deinem Bier kombinierst,ergibt das einen guten Whisky. So habe ich das auch gemacht, das war am 1. Juli 99. Und da kam dann meine Tochter und brachte mir eine Flasche Whisky und meinte: „Schau irgendeine Ahnung was Whisky ist, solltest du schon haben“.
Aber in der Zwischenzeit verstehe ich schon etwas von Whisky und wenn ich etwas beurteile, sei das Obstschnaps oder Getreideschnapps, schaue ich, ist es sauber gemacht oder nicht.
Über die Aromen und wie er zum Trinken ist, darüber kann man streiten. Sie haben ja gesehen wieviele verschiedene Abfüllungen wir haben. Jeder hat hier etwas was er kaufen kann, aber die Geschmäcker sind verschieden

Aber da war sicherlich ein gewisses Risiko dabei , wenn man Whisky noch nicht kennt, sich aber trotzdem entschliesst einen zu brennen?

Das Wissen war ja vorhanden, eben durch das Bier brauen und das Schnapps brennen und eigentlich war ich schon immer risikofreudig. Irgendwie hat es auf jeden Fall immer geklappt wir hatten nie Verluste. Ich war also nicht irgendwie unter Druck dabei, ich habe es wirklich gemacht weil ich es wollte.

Wie kamen Sie auf die Idee Weiss-und Rotweinfässer zu benutzen?

Das war ganz einfach.
Mein Frau ging drei Flaschen Sherry einkaufen. Wir waren uns aber nicht gewohnt Sherry zu trinken, wir trinken gerne einen guten Rot- oder Weisswein. Das heisst jetzt nicht, dass Sherry nicht gut ist, aber es ist einfach nicht unser Geschmack.
Dann haben wir uns in Frankreich einen Küfer gesucht. Der Küfer lieferte uns die Fässer, die wir wollen. Er will etwas viel dafür, aber ich habe ihm gesagt, dass ich die besten Fässer möchte.
Wenn der Whisky dann 6 oder 7 Jahre darin reift, sind nur die besten Fässer gut genug.

Was fasziniert sie am Brennen?

Schnapps wird bei uns seit Generationen gebrannt und irgendwie hat man das auch selbst mitgegeben bekommen. Das war bei uns so, ich trinke gerne mal ein Bier und zu einem Essen trinke ich gerne einen guten Wein und zwischendurch trinke ich auch gerne einen Fruchtschnapps oder ein Whisky. Aber nicht mehr. Wenn man das so macht, kann man alt werden *lacht*
Wir haben Respekt vor Alkohol, weil wir alle mit Alkohol aufgewachsen sind.

Sind Sie der Meinung, dass lokale Produkte die Aufmerksamkeit erfahren, welche sie verdient haben?

Die Produktion in der Schweiz ist stark rückläufig. Die Schweiz ist halt einfach teuer.

Denken Sie, dass dies der einzige Grund dafür ist, die Qualität würde ja eigentlich stimmen?

Wir versuchen gute Qualität zu bringen, wir probieren Spitzenqualität zu produzieren. Aber es sind nur gewisse Leute, welche gewillt sind soviel dafür zu bezahlen und diese wollen auch Qualität.
Die, die richtige Qualität wollen, kaufen das und bezahlen soviel und diejenigen, welche einfach Alkohol wollen, kaufen halt billige Qualität und wir können nur durch unsere Super Qualität leben und da haben wir eine gute Kundschaft. Wir mussten letzten Herbst wieder beginnen Kirschen zu brennen, weil wir sonst zu wenig Kirsch fürs Weihnachtsgeschäft gehabt hätten.

Exportieren sie eigentlich auch ins Ausland?

Sie haben ja gesehen, wir haben diese 97 Fässern und wir produzieren nicht mehr als wir verkaufen können.
Ich glaube der grösste Teil bleibt in der Schweiz.

Welches Produkt wĂĽrden Sie jemanden empfehlen, der Ihre Produkte noch nicht kennt?

Das ist schwierig. Ich würde sagen, das ist Geschmackssache. Es gibt Leute, die den milden aus dem amerikaschen Fass mögen, aber wer etwas kräftigeres will, nimmt einen anderen.
Ich kann nicht empfehlen, ich gebe zum probieren. Ich sage immer, ich selbst verkaufe nichts was ich nicht will, darum gebe ich unseren Kunden zum probieren. Dann kaufen Sie den, welchen Sie wollen, dann kommen sie nämlich wieder.

Waren Sie mittlerweile mal in Schottland?

Nein, ich hatte leider noch keine Zeit. Ich habe mal meine Tochter und meinen Schwiergersohn als „Spione“ hin geschickt, aber viel hat es nicht gebracht.
Aber ich will schon mal gehen.

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Alles neu macht der … Juni

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mija.ch geht in eine neue Runde und wird zu swisscocktailblog.ch.
Die Domain mija.ch war eigentlich ursprünglich nicht dazu gedacht, einen cocktailblog zu hosten. Dies hat sich einfach so ergeben, als ich den Blog startete. mija.ch lässt nicht darauf schliessen, dass es sich dabei um einen Blog handelt, der sich mit Cocktails und Spirituosen beschäftigt. Das -ij mitttem im Namen machte sowohl das Schreiben, als auch die Aussprache (ganz normal wie geschrieben) nicht ganz einfach.
Die neue URL sollte also sowohl klar widerspiegeln, dass es sich um einen Cocktailblog handelt, andererseits auch etwas einfach zu merken sein.
Das Konzept, sowie die technische Umsetzung des neuen Designs war eigentlich relativ schnell erledigt und ich dachte der zeitintensivste Teil sei damit erledigt. Weit gefehlt, die Suche nach einem geeigneten Domainnamen gestaltete sich weitaus schwieriger als erwartet. Ich hatte zwar viele gute Ideen, doch die meisten wurden bereits 1:1 oder in ähnlicher Weise umgesetzt. Schlussendlich blieb ic an swisscocktailblog.ch hängen. Der Name ist zwar einiges länger als mija.ch, beschreibt aber sehr gut um was es hier eigentlich geht: Ein Blog aus der Schweiz, welcher sich auf Cocktails spezialisiert hat. Ok, das .ch wĂĽrde ja bereits vermuten lassen, dass der Blog aus der Schweiz stammt, aber das -swiss streicht die “Swissness”, wie man so schön sagt, ganz gut heraus (dazu später mehr).

mija.ch wird weiterhin funktionieren, aber die offizielle Bezeichnung und URL lautet ab sofort swisscocktailblog.ch.
Update your bookmarks!

Doch genug der Worte: Was ist neu und wie wurde es umgesetzt?

Konzept

Zum Start von mija.ch hatte ich einmal geschrieben, dass ich primär für mich schreibe und der Blog mir als eine Art Notizbuch dient. Diese Aussage ist so nicht mehr gültig, sie hat sich im Laufe der Zeit etwas gewandelt.
NatĂĽrlich schreibe ich immer noch sehr gerne, und somit auch “fĂĽr mich”, aber ich möchte mit dem Blog auch Informationen und Ideen vermitteln, ich möchte Leute (private) erreichen, welche sich fĂĽr bereits fĂĽr das Thema interessieren oder neugierig sind, was Cocktails (abgesehen von LIIT) sein könnnen.

swisscocktailblog.ch ist in der Schweiz leider einzigartig. Ich hoffe zwar dass es irgendwann weitere schweizer Blogs gibt, welche sich mit Cocktail- und Barkultur befassen, aber im Moment ist dies nicht der Fall.
Mein Ziel ist es, dass sich swisscocktailblog.ch als feste (schweizer) Grösse in der Blogosphäre etablieren kann. Es soll eine Anlaufstelle fĂĽr News und fundierte Berichte werden. Dies ist natĂĽrlich ein ambitioniertes Ziel, welches auch viel Aufwand bedeutet, aus diesem Grund geht swisscocktailblog.ch mit dem neuen Konzept auch ein etwas anderer Weg, als die meisten Blogprojekte, welche ich kenne (mehr dazu weiter unten). Weiters ist es gut möglich, dass aus dieser One-Man-Show irgendwann eine “Team-Show” mit mehreren Autoren wird.

swisscocktailblog.ch möchte sich bei diesen News primär auf die Schweiz beschränken und ihr werdet auch weiter unten sehen, dass die Schweiz mehr in den Fokus dieses Blogs rückt als bisher.

Vernetzung der Blogosphäre/Kurznachrichten

UrsprĂĽnglich wurden Blogs viel mehr dazu genutzt untereinander Berichte zu verlinken, dieses Konzept findet heute weniger statt. Die meisten Blogs betreiben zwar einen sogenannten Blogroll, indem sie einige Blogs verlinken, aber die meisten Blogs sind wie kleine Inseln, die zwar wunderbare FrĂĽchte hervorbringen, diese zwar exportieren, aber fast nichts importieren und verarbeiten.

Als ich Anfangs April mich ans neue Konzept machte, war mir deshalb klar, dass ich dies hier auf swisscocktailblog.ch anders handhaben will. Der erste Schritt, war, dass ich dem Blogroll eine eigene Spalte und somit mehr Platz spendierte. Die weitaus interessantere Neuerung war allerdings die Installation sogenannter Kurznachrichten, welche ihr oben rechts seht. In diesen Kurznachrichten werde ich interessante Artikel aus anderen Blogs, Magazinen etc. verlinken. Diese News erscheinen nicht direkt in meinem Blog (links) sondern bleiben schön oben rechts. Kommentiert werden diese News nicht gross, denn der Zweck der Übung ist es dem User interessante Beiträge aus anderen Websites zugänglich zu machen. Davon profitiert einerseits der Leser andereseits der Autor des jeweiligen Artikels.

Swissness

Sogenannte “Swissness” ist in, das macht auch vor swisscocktailblog.ch nicht halt, deshalb schenke ich der Schweiz in Zukunft mehr Aufmerksamkeit. So werdet ihr beispielsweise in Zukunft verschiedene Schweizer Whiskys vorgestellt bekommen.
Wie bereits oben erwähnt, werde ich in den Kurznews neben Blogbeiträgen primär News aus der Schweiz präsentieren.

Destillerien

Ganz besonders freue ich mich darauf euch verschiedene, kleinere Schweizer Destillerien vorzustellen. Die Schweiz bietet sehr interessante Produkte, von Whisky, Obstbrand bis zu Gin und Absinth, und Hersteller, welchen ich einen Bericht widmen werden. Dazu habe ich die jeweiligen Destillerien jeweils persönlich besucht, Fotos gemacht und Interviews geführt.
Das wird eine sehr interessante Beitragsreihe auf die ich mich sehr freue!
Den ersten Bericht dürft ihr bis spätestens Mittwoch erwarten.

Design/Follow me

Ein paar Anmerkungen zum Design:
Ab sofort könnt ihr einen einzelnen Beitrag auf verschieden Social (Bookmarking) Diensten verteilen. (Artikel verbreiten)
Auch wird unter jedem Beitrag eine Liste verwandter Beiträge angezeigt.
Auf der Startseite findet ihr ausserdem eine kleine grafische Spielerei ;)

Ihr könnt swisscocktailblog.ch ab sofort auch auf twitter folgen -> http://www.twitter.com/CHcocktailblog.
swisscocktailblog war leider zu lang fĂĽr twitter…

Ăśber Lob, Kritik und Anregungen freue ich mich natĂĽrlich :)

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Interview auf newsexperte.ch, Apricot Brandy Tasting

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Vor einiger Zeit startete newsexperte.com eine Interviewreihe in welcher Autoren von verschiedenen Blogs zur Sprache kommen. Das Interview mit mir findet ihr unter folgendem Link.

Wie ihr aus dem Interview rauslesen könnt, stehen im Monat Mai einige Änderungen bei mija.ch an. Diese werden sowohl inhaltlicher als auch stylistischer/technischer Natur sein. Mein Blog und die Idee dahinter haben sich im Laufe der Zeit geändert und im Mai folgenden Updates, sollen diese Weiterentwicklungen reflektieren.
Die Berichte sollen fokusierter sein und die Schweiz soll im Blog etwas mehr zur Sprache kommen. Dazu werde ich interessante Beitragsreihen erfassen.

Nach der anfänglichen Flaute im Jahr 2010 wird es also bei mija.ch wieder aktiver. Seid gespannt!

Apricot Brandy Tasting

Zu diesem Tasting gibt es eine erfreuliche Nachricht: Der Testsieger “Etter Royal Luizet” kommt aus der Schweiz, genauer aus Zug. Zu beziehen ist er zum Beispiel direkt bei Etter fĂĽr knapp 22CHF/35cl. Mein persönlicher Favorit, Giffard Apricot du Roussillon, ist wie alle Produkte von Giffard, gar nicht oder nur sehr schwer in der Schweiz erhältlich.
Mit google sties ich auf bieremyst.ch. In dessen Preisliste taucht das Produkt auf, allerdings nur im 6er-Gebinde.

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Old Pulteney 12y

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Geschichte

Die Old Pulteney Distillerie befindet sich in Wick, einem kleinem Städtchen ganz im Nordosten Schottlands, nahe von John o’ Groat’s, einem bekannten Touristenziel. Old Pulteney ist die nördlichste Destillerie auf dem schottischen Festland.

Wicks Einwohnerzahl beträgt etwas ĂĽber 7000 (2004) und die Geschichte von Wick lässt sich bis zur norwegischen Herrschaftzeit zurĂĽckverfolgen. Im Jahr 1266 ging Wick in den Besitz Schottlands ĂĽber. Der Name “Wick” rĂĽhrt wahrscheinlich vom norwegischen Wort fĂĽr Bucht (vik) her und wie man aufgrund des Namens vermuten kann, liegt Wick am Meer und war einst ein wichtiger Umschlagsplatz fĂĽr die Heringsfischerei im 19. Jahrhundert.  Den Höhepunkt der Heringsfischerei wurde Anfangs des 20. Jahrhundert erreicht, als ĂĽber tausend Fangschiffe jeweils von Wick ausliefen.

Viel Arbeit, bedeutete auch viele durstige Arbeiter, die bis zu 3000 Liter Whisky pro Woche konsumierten.
So errichtete James Henderson 1826 die Destilliere in Pulteneytown, was damals eigenständig war und erst 1902 in Wick eingegliedert wurde.
Als die Destillerie gebaut wurde, war die Destillerie nur schwer ĂĽber den Landweg erreichbar, deshalb wurde sowohl das Getreide als auch das Endprodukt, der Whisky, jeweils per Schiff transportiert.

Gemäss zeitgenössen Quellen zufolge, war der ursprüngliche Old Pulteney ein wahres Torfmonster. Mangels alternative Brennstoffe wurden z.b. selbst die Brennblasen mit Torf befeuert.

Die florierende Wirtschaft, welche primär auf dem Heringfang aufbaute, erlebte im 20. Jahrhundert zwei grosse Rückschläge. Erstens wurden im ersten Weltkrieg die Fangschiffe von der Marine beschlagnahmt und zweitens spürte auch Wick den Rückgang der Heringsfischerei und so macht die Heringsfischerei heute nur noch einen kleinen Teil von Wicks Wirtschaft aus.
1922 wurde wie an vielen Orten der Welt der Verkauf von Alkohol verboten, 1930 musste die Destillerie schliessen und das Verbot bestand noch bis Anfangs des zweiten Weltkriegs 1939.
Erst 1947 wurde die Produktion unter einem neuen Besitzer wieder aufgenommen und bereits 1959 übernahm Hiram Walker, heute Allied-Domecq, die Destilliere. Hiram Walker steigerte die Produktion und Old Pulteney wurde primär für Blends verwendet. Doch irgendwann stagnierte der Markt für Blends und 1997 erlebte Old Pulteney nach einer schwierigen Zeit eine Renessaince: Inver House übernahm die Destillerie und begann den Whisky als Single Malt zu vermarkten.

Der Whisky

Neben dem hier vorgestellten 12 jährigen Whisky, bietet Old Pulteney auch 17, 21 und 30 jährige Abfüllungen, sowie einen Whiskylikör, welcher auf der 12 jährigen Abfüllung basiert, an.

Gleich zu Beginn fällt einem die aussergewöhnliche Flasche auf, welche  am unteren Hals eine Ausbuchung besitzt.
Der  zwölfjährige Old Pulteney besitzt eine goldig-rötliche Farbe.

Tastingnotizen
Nase etwas Schokolade, Vanille, Eiche, leicht Salz
Gaumen Leder, Getreide, ölig, Blumen, Butterkekse, ganz, leicht pfeffrig, wieder Salz, etwas Bananen
Abgang Vanille, etwas kurz

Mir gefällt Old Pulteney ausgesprochen gut. Der, nur leicht vorhandene, Geruch nach Leder und Salz machen diesen Whisky zu einem sehr interessanten Vertreter schottischen Whiskys, der bei mir seinen festen Platz hat und zu meinen Lieblingen gehört.

Old Pulteney macht sich auch sehr gut in einem Padovani, im Verhältnis 4:1. Im Blood & Sand ergibt er ebenso eine sehr interessante Kombination. Insbesondere die Frucht/Banane kommen hier schön zur Geltung.

Padovani

4cl Old Pulteney
1cl St. Germain Elderflower Liqour

Blood & Sand

2cl Old Pulteney
2cl Carpano Antica Formula
2cl Boudier Guignolet de Djion
2cl Orangensaft

Weitere Impressionen aus Wick findet Ihr  im Schottland Bericht 5/8, die Destillerie haben wir dabei leider nicht besucht.

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Spiritissima 2010

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Diese Jahr fand im Papiersaal von Sihlcity die dritte Spiritissima statt. Wieder gab es verschiedenste Spirituosen, Liköre und diesmal sogar Bier (an einem Stand) zu verkosten. Neben Glen Fahrn, welche sicher am präsentesten waren und den Anlass organisierten, fanden sich auch andere Aussteller/Hersteller ein, wie z.b. Diageo, Lateltin oder Davidoff. Wie bereits letztes Jahr machten Whisk(e)ys den Hauptanteil der angebotenen Spirituosen aus. Doch auch Cognac wurde, nachdem letztes Jahr am Abend ein Cognac-Tasting stattfand, präsentiert. Auch Grappa, Spumante/Prosecco und Wodka wurde dieses Jahr mehr Platz zugesprochen.

Ganz neu und in meinen Augen eine sehr gute Idee: Eine “Bar” an der man nichtalkohlische Getränke und kleine Häppchen kaufen konnte. Viele der Aussteller bzw. Mitarbeiter welche die Spirituosen ausschenkten kannte man bereits vom letzten Jahr oder von den Whiskyschiffen Luzern/ZĂĽrich.

Das Preisniveau schien mir ungefähr gleich wie letztes mal. Standardabfüllungen kosteten ca. 1-3 CHF pro cl. Schön fand ich, dass mit dem fast gesamten The Bitter Truth Sortiment und weiteren Produkten wie z.b. Antica Formula auch der Barbereich nicht zu kurz kam.

Am Abend fand dann ein Soiréé im Zeichen des Davidoff Cognacs und Grand Khaan Vodka statt. Etwas schade, dass man sich hier auf zwei Marken festlegte (Sponsoring). Da hätte mich das letztjährige Tasting definitiv mehr interessiert.

Fazit: Die entspannte Atmosphäre, der relativ kleine Rahmen der Veranstaltung und natürlich die verkosteten Spiritiuosen machten die Spiritissima auch dieses Jahr zu einem schönen Erlebnis. Verändert hat sich insgesamt wenig, abgsehen von Foodcorner. Es waren mehr Hersteller dabei, welche eigene Stände hatten und einzelne Produkte wurden mehr ins Zentrum gerückt. Als Beispiel sei hier der Grand Khaan Vodka genannt, welcher auch auf den Werbeplakate der Spirtissima zu finden war. Es gab aber auch weitere Produkte, die so auffielen: Davidoff, Bepin de Eto (Spumante). Ob man das jetzt gut findet oder nicht, muss man selber entscheiden.

Zum Schluss möchte ich euch drei tolle Produkte kurz vorstellen:

Banff 21y (Rare Malts)

Auf diesen Speyside Malt bin ich per Zufall gestossen, als ich beim Raritätenstand herumstöberte und überrascht war von dieser Flasche, da ich bisher noch nie was von dieser Destillerie gehörte habe. Das liegt vielleicht, dass die Destillerie seit über 20 Jahren geschlossen ist. Schade, denn der Malt hat mich überzeugt. Ausprägte Zitrusnoten machen diesen Malt zu etwas sehr Interessanten. Daneben finden sich auch Ideen von Butterkeksen und Vanille, sowie Getreide.

Willet Rye 24y

Auch das ist ein Produkt, welches nur noch sehr schwer und teuer (360-395 CHF, das letzte Fass) zu erstehen ist. Der Rye kommt mit unglaublichen 69.4% daher, welche man aber ĂĽberhaupt nicht merkt. Absolut toller Rye Whisky, aber leider unglaublich teuer.

St. Etienne Blanc Agricole Vintage 2000

Den St. Etienne XO habe ich euch bereits das letzte Jahr kurz vorgestellt. Dieses Jahr ist nun der weisse Rum dieses Herstellers aus Martinique an der Reihe. Das Produkt reift vier Jahre und kommt mit 50% daher. Wem Blue Bay zu “kompostig” ist, der findet hier meiner Meinung nach ein interessantes Produkt, welches man zwar definitiv als Agricole Rhum erkennt, aber, welches nicht in die, zumindest fĂĽr mich, beinahe schon unangenehmen Geschmacksgefilde von Blue Bay Rum vorstösst.

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